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Autopilot: Tesla schaltet Kamera für Fahrerüberwachung ein

Wer die Autopilot-Funktion in einem neuen Tesla verwendet, muss damit rechnen, dass die Innenraumkamera die Aufmerksamkeit des Fahrers überwacht.
/ Andreas Donath
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Die Innenraumkamera beim Tesla Model 3 und Y (Bild: Consumer Reports)
Die Innenraumkamera beim Tesla Model 3 und Y Bild: Consumer Reports

Tesla hat mit der Verwendung der In-Car-Kamera für die Autopilot-Fahrerüberwachung begonnen. Die Kameras seien im Model 3 und im Model Y eingebaut, berichtete The Verge(öffnet im neuen Fenster) . Auch Bilder auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) zeigen die neue Funktion im Menü.

Die Funktion soll sicherstellen, dass die Assistenzsysteme mit der notwendigen Vorsicht verwendet werden und sich der Fahrer nicht anderweitig beschäftigt. Tesla verfügt nur über autonome Fahrfunktionen der Klasse 2, der Fahrer muss also stets eingreifen können.

Teslas überprüfen die Aufmerksamkeit des Fahrers bislang nur über Sensoren im Lenkrad. Wenn der Fahrer das Lenkrad über längere Zeit loslässt, warnt die Fahrzeugsoftware optisch und akustisch. Nach und nach wird die Geschwindigkeit gesenkt und schlussendlich hält das Auto an.

Die Sensoren am Lenkrad lassen sich mit Gewichten aber leicht austricksen, so dass sich manche Fahrer schon auf dem Rücksitz befördern ließen, einschliefen, Zeitung lasen oder Filme guckten. Weil die Autopilot-Funktion nicht perfekt ist, kam es zu Unfällen.

Konkurrenten von Tesla bauen seit langer Zeit Aufmerksamkeitssensoren in ihre Fahrzeuge ein, auch wenn diese nicht autonom fahren. Dazu gibt es unterschiedliche Systeme, angefangen von Sensoren, die das Augenblinzeln erkennen, bis hin zu solchen, die eine Art Eye-Tracking realisieren, um zu erkennen, ob der Fahrer seine Aufmerksamkeit hauptsächlich der Straße widmet.

Tesla will die neue Funktion erst ab dem Modelljahrgang 2021 in Model S und Model Y einbauen, im Model 3 und Model X ist sie integriert. Sie befindet sich oberhalb des Rückspiegels. Die Kameradaten würden nicht an Tesla übermittelt, so lange die Datenfreigabe in der Fahrzeugsoftware nicht aktiviert worden sei, heißt es bei The Verge. Das steht auch in den Release-Notes(öffnet im neuen Fenster) .


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