Autopilot: Tesla Model 3 fährt in umgekippten Lastwagen

Ein Tesla Model 3 ist auf einer Nationalstraße in Taiwan in einen umgekippten Lastwagen gefahren. Das Assistenzsystem Autopilot soll das " große rechteckige Objekt " nicht erkannt haben, berichtet die Website Jalopnik(öffnet im neuen Fenster) . Ernsthaft verletzt wurde offenbar niemand.
In einem Überwachungsvideo ist die Kollision auf der Nationalstraße 1 zu sehen. Dabei scheint es, als habe der Fahrer noch kurz vor dem Aufprall versucht, zu bremsen. Der Unfall ereignete sich tagsüber bei guten Sichtverhältnissen.
Der Unfall ähnelt einem früheren Unfall mit einem Model S. Dabei erkannten die Sensorsysteme des Teslas einen querenden Lkw nicht. Als Grund wurde unter anderem angegeben, dass die Kameras des Systems durch die tiefstehende Sonne geblendet worden sein könnten. Zudem räumte Kameralieferant Mobileye ein , dass seine Systeme nicht dafür ausgelegt gewesen seien, Querverkehr zu erkennen. Im Model 3 ist ein anderes System verbaut, das allerdings auch auf Kameras und Radarsensoren basiert.
Anders als andere Autohersteller verzichtet Tesla beim automatisierten und autonomen Fahren auf den Einsatz von Laserscannern zur Umfelderkennung. Der Vorteil eines Laserscanners: Anders als bei Kameras ist keine Bilderkennung erforderlich, um ein Objekt in einer bestimmten Entfernung erkennen zu können. Auch wenn das System ein Objekt nicht erkennen und klassifizieren kann, weiß es dennoch, dass sich offenbar ein Gegenstand auf dem Fahrweg befindet, dem ausgewichen werden muss.
2019 gab es einen tödlichen Unfall mit einem Tesla Model 3 , bei dem sich der Fahrer offenbar zu sehr auf die Fähigkeiten der Assistenzsysteme verlassen hatte. Aus einem vorläufigen Unfallbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB geht hervor, dass der Fahrer zehn Sekunden vor der Kollision mit einem querenden Sattelschlepper den sogenannten Autopiloten aktiviert hatte. In den letzten acht Sekunden vor dem Unfall habe der Fahrer nicht mehr die Hände am Lenkrad gehabt.



