Autonomes Fliegen: CSU fordert Landeplätze für Lufttaxis in München

Mit dem Transrapid hat es ja nicht geklappt(öffnet im neuen Fenster) , aber vielleicht können Fluggäste in München künftig den Flughafen in zehn Minuten mit dem Flugtaxi erreichen: Die CSU fordert, den Neubau des Münchner Hauptbahnhofs mit einer Landefläche auszustatten.
Die Deutsche Bahn solle eine geeignete Fläche so gestalten, dass "darauf Flugtaxis starten und landen können" , heißt es in einem Antrag der CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat(öffnet im neuen Fenster) . Der Neubau am Hauptbahnhof soll frühestens im Jahr 2028 fertig sein.
"Es ist zu erwarten, dass in wenigen Jahren die Technik so ausgereift ist, dass Flugtaxis für den Personentransport eingesetzt werden können" , begründen die Politiker ihren Antrag. Es biete sich deshalb an, bei der Neugestaltung des Hauptbahnhofs das neue Beförderungsmittel bereits zu berücksichtigen und eine Fläche einzuplanen.

Einige Unternehmen stünden "kurz vor der Zulassung von bemannten Flugdrohnen zum Personentransport" , schreibt Manuel Pretzl, Vorsitzender der Münchner CSU-Fraktion, in einer Stellungnahme zu dem Antrag. Mit einem solchen Fluggerät dauere der Transfer vom Hauptbahnhof zum Flughafen nur sieben Minuten.
Die Deutsche Bahn scheint offen für das CSU-Anliegen: Im Erörterungsverfahren zur Planfeststellung sei es möglich, Anforderungen für das neue Gebäude zu definieren. Dazu könnten auch Start- und Landeplätze für Flugtaxis gehören, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Eine Reihe von Unternehmen entwickelt solche Fluggeräte, die ohne Pilot ein oder zwei Passagiere befördern sollen. Darunter sind auch deutsche Unternehmen wie etwa Lilium aus München oder Volocopter aus Bruchsal . Auch der europäische Luftfahrtkonzern Airbus entwickelt daran. In Ingolstadt sollen die Flugtaxis getestet werden.



