Autonomes Fahren: Wie das Auto der Zukunft aussehen soll

Essen, Schlafen, Arbeiten: Wenn Autofahrer nicht mehr selbst ihr Auto lenken müssen, haben sie Zeit für andere Tätigkeiten. Forscher des Fraunhofer IAO haben Fahrer der fünf wichtigsten Autonationen gefragt, welche Funktionen sie sich in einem autonom fahrenden Auto wünschen und ob sie bereit sind, dafür einen Aufpreis zu bezahlen.

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Konzept eines fahrerlosen Autos von Audi (auf der IAA 2017): wenig Interesse an Wellness und Fitness unterwegs
Konzept eines fahrerlosen Autos von Audi (auf der IAA 2017): wenig Interesse an Wellness und Fitness unterwegs (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Viel ist die Rede vom autonomen Fahren und dass das Autos sich künftig selbst fährt. Was wollen Autofahrer in ihrem Fahrzeug anfangen, wenn sie nicht mehr selbst steuern müssen? Das Beratungsunternehmen Horváth & Partners und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) haben dazu je 500 Autofahrer aus Deutschland, China, Frankreich, Japan und den USA befragt.

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Für die Studie haben die Forscher Fragen nach dem Interesse an Konzepten und Ausstattung aus fünf Themenfeldern gestellt: Arbeiten und Produktivität, Essen und Trinken, Schlafen und Entspannen, Schönheit, Wohlfühlen und Wellness sowie Unterhaltung. Wenig überraschend ändern sich die Anforderungen an die Ausstattung des Autos je nach Art der Nutzung.

Ist der Fahrer beruflich unterwegs, soll das Auto zum Arbeitsplatz werden. Gefragt sind beispielsweise eine Arbeitsfläche, ein Computerarbeitsplatz oder ein Sprachassistent mit Diktierfunktion. Insgesamt präferieren aber nur 36,4 Prozent der Autofahrer Funktionen aus diesem Themenfeld.

Für den Wochenendausflug mit der Familie oder die Fahrt in den Urlaub hingegen soll das Auto über Funktionen aus dem Bereich Schlafen und Entspannen verfügen. Diesen Komplex schätzen die Befragten am meisten: Fast jeder zweite (46,6 Prozent) wünscht sie sich in seinem Fahrzeug. 39,8 Prozent wünschen sich unterwegs Unterhaltung, 38,2 Prozent Essen und Trinken - diese Themenfelder sind vor allem beliebt, wenn mehrere Mitfahrer unterwegs sind. Als rollendes Fitness-Studio oder Wellness-Oase taugt das Auto nicht: Der Komplex landete abgeschlagen auf dem letzten Platz (23,2 Prozent).

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Eine solche Zusatzausstattung und Assistenzsysteme haben zu wollen, ist das eine. Aber sind die Autofahrer auch bereit, dafür mehr zu bezahlen? Mindestens jeder zweite Käufer will die Mehrkosten in Kauf nehmen. In Frankreich ist die Bereitschaft mit 50 Prozent am geringsten. In den USA würden 52 Prozent der Autokäufer, in Deutschland 59 Prozent und in Japan 61 Prozent für Assistenzsysteme einen Aufpreis bezahlen. In China liegt die Quote sogar bei 82 Prozent.

Chinesische Autofahrer zeigen mit Abstand die größte Bereitschaft, autonome Mobilitätslösungen zu nutzen. Hierzulande ist die Akzeptanz im Ländervergleich am geringsten, nach Angaben der Forscher mutmaßlich auf Grund von Sicherheitsbedenken. Japanische Probanden fanden viele Ausstattungsoptionen weniger attraktiv als Probanden aus anderen Ländern. Grund dafür könnte sein, dass die Japaner im Schnitt 44 Minuten pro Tag im Auto verbringen. Das ist deutlich weniger als der Durchschnitt, der bei 70 Minuten liegt.

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