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Börsenwert von 175 Milliarden US-Dollar

Um die Logistik kümmert sich in Phoenix die Managerin Ellice Perez, die zuvor fast zehn Jahre für den Carsharing-Dienst Zipcar gearbeitet hatte. Wie bei einem Flugzeug würden die Fahrzeuge durchgecheckt. "Wir kalibrieren die Sensoren, wir prüfen die Hardware, wir prüfen die Software. Gegebenfalls werden die Flüssigkeitsstände, das Reifenprofil und andere Sicherheitsdinge überprüft. Dann werden die Autos gestartet und auf die Straße gelassen", sagte Perez. Bei einem umfassenden Einsatz könnte es weitere Probleme geben. Bislang habe sich noch niemand in Waymo-Auto übergeben, doch sie seien darauf vorbereitet, sagte Perez. "Das habe ich bei Zipcar schon gesehen."

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Klar ist zumindest: Die 62.000 Minivans, die Waymo bei Chrysler bestellt hat, sowie die 20.000 I-Pace von Jaguar werden künftig nicht nur in Chandler herumfahren. Zwar hat Waymo seine Autos inzwischen in 25 US-Städten getestet, doch der Schwerpunkt soll auf Arizona liegen. Dort umfasst das vorstädtische Testgebiet nur eine Fläche von ungefähr 16 mal 16 Kilometern. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, müssten sich die Autos langfristig auch ins Stadtzentrum vorwagen.

Waymo so viel wert wie Volkswagen und Daimler

Das eingeschränkte Testgebiet relativiert auch die Zahl von 16 Millionen gefahrenen Testkilometern. Der Silicon-Valley-Ingenieur berichtete ebenfalls, dass ihm die Waymo-Autos immer nur auf denselben Straßen begegnet seien. "Way mo' information", wie US-Kritiker spöttisch sagen, würde auch in diesem Fall helfen, die Ergebnisse von Waymo besser einordnen zu können.

Trotz der Einschränkungen sehen Analysten in dem Unternehmen ein großes wirtschaftliches Potenzial. Die Investmentbank Morgan Stanley bezifferte im August 2018 den potenziellen Wert der Alphabet-Tochter auf 175 Milliarden US-Dollar, zu denen der geplante Mitfahrdienst 80 Milliarden US-Dollar beitragen soll. Damit hätte Waymo einen höheren Börsenwert als Daimler und Volkswagen zusammen.

Zwei bis drei Jahre technischer Vorsprung

Der Hintergrund: Die Bank UBS schätzt den globalen Markt für selbstfahrende Autos im Jahr 2030 auf 2,8 Billionen US-Dollar. Davon könnten Autos mit Waymo-Technik dann 60 Prozent für sich beanspruchen, was zu einem Jahresumsatz von 144 Milliarden US-Dollar bei Waymo führe. Der Bank zufolge sollen 2030 zwölf Prozent der jährlich produzierten Autos an autonome Flotten gehen. Dann sollen weltweit 26 Millionen selbstfahrende Taxis im Einsatz sein. Richtig losgehen soll es mit dem Boom aber erst im Jahr 2026.

Bis dahin hat die Konkurrenz noch die Möglichkeit, den Vorsprung von Waymo aufzuholen. So haben Bosch und Daimler derzeit vor, im kommenden Jahr einen fahrerlosen Shuttle-Service im Silicon Valley zu starten. Ein Topmanager von Bosch soll nach Angaben des Manager-Magazins (Paywall) jedoch eingeräumt haben: "Die sind uns zwei Jahre voraus." Ein anderer Automanager soll den Vorsprung sogar mit drei Jahren angegeben haben.

Angebliches großes Interesse an Waymos Technik

Es ist daher mit Spannung zu erwarten, welche Autohersteller sich am Ende auf einen Deal mit Waymo für Europa einlassen und dessen Technik einbauen werden. Pro gefahrener Meile könnten die Hersteller künftig zwei Euro Umsatz generieren, soll Waymo-Chef Krafcik versprochen haben. Er sei inzwischen "mit fast allen Herstellern" im Gespräch, sagte er laut Manager-Magazin. Es gebe mehr Angebote zur Kooperation, als Waymo überhaupt bedienen könne.

Sollte der fahrerlose Dienst in Phoenix erfolgreich sein, dürfte das die Entwicklung selbstfahrender Autos deutlich beschleunigen. Dann stellt sich auch in Europa die Frage: Wollen wir diese Technik und ist sie uns schon gut genug?

 Kritik an Waymos Intransparenz
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Achranon 03. Nov 2018

Man braucht kein eigenes Auto mehr sonder ruft sich per Smartphone eins herbei, steigt...

blariog 30. Okt 2018

Najaaa, Waymo ist ein ganz neues Unternehmen, das für autonomes Fahren gegründet wurde...

plutoniumsulfat 24. Okt 2018

Das gilt aber nur für bestimmte Situationen, wie eben dem Bus. Ja, auch ein Radfahrer...

plutoniumsulfat 24. Okt 2018

Da wurde einem aber auch beigebracht, vor einer roten Ampel nicht unnötig zu beschleunigen.

Anonymer Nutzer 24. Okt 2018

Ich wohne seit fast 40 Jahren selbst in einer Gegend, die man beinahe euphemistisch als...


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