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Kritik an Waymos Intransparenz

Kritisiert wird an Waymo vor allem, dass das Unternehmen nur sehr intransparent mit seinen Testergebnissen umgeht. Zwar veröffentlichte Waymo vor einem Jahr erstmals einen Sicherheitsbericht (PDF), doch dieser ähnelt nach Ansicht von Kritikern eher einer Hochglanz-Marketingbroschüre, als dass er brauchbare Informationen liefert.

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Dass man den Alphabet-Firmen am Ende wohl nicht mehr trauen kann als Facebook, Uber oder den deutschen Dieselbetrügern, hat der intransparente Umgang mit der Datenpanne bei Google Plus kürzlich gezeigt. In der vergangenen Woche machte der New Yorker publik, dass es in den Anfangszeiten von Googles Autoprojekt eine ganze Reihe von bislang unbekannten Unfällen oder gefährlichen Situationen gab. Vor allem enthüllt der New Yorker sehr interessante Details über die Hintergründe des Projekts und den Prozess gegen Uber.

Auch für Journalisten ist es alles andere als einfach, sich die Fähigkeiten der autonomen Autos einmal in der Praxis vorführen zu lassen. Entsprechende Anfragen von Golem.de wurden bislang stets abgewiesen. Als Teil einer neuen Informationsoffensive erhielten Journalisten jedoch zuletzt Einblicke in die Testumgebungen in Kalifornien und in Arizona. The Verge berichtete im vergangenen August über den Aufwand, mehrere hundert Testautos rund um die Uhr für den Taxidienst in Phoenix am Laufen zu halten.

Waymo-Autos im Freak-out-Modus

Dem Bericht zufolge werden die Autos von mehreren Teams aus der Ferne überwacht. Mitarbeiter sitzen in Phoenix und in Austin (Texas). Von dort aus helfen sie den fahrerlosen Autos weiter, wenn diese vor einer unlösbaren Situation stehen. Von solchen Situationen finden sich auch etliche auf dem Video des Silicon-Valley-Ingenieurs. "Freak-out-Modus" nennt er das, wenn die Waymo-Autos mit blinkenden Lampen auf der Straße herumirren.

Die Mitarbeiter der Fernüberwachung haben keine direkte Kontrolle über die Autos, können ihnen aber Tipps geben, wie sie in unerwarteten Situationen fahren sollen. Beispielsweise an einer Baustelle. Zudem können sie bestimmte Abschnitte für die gesamte Flotte sperren. Ein weiteres Team kümmert sich um die Kommunikation mit den Fahrgästen. Beispielsweise, wenn sie das Fahrtziel ändern oder ihr Handy mit der Musikanlage koppeln wollen. Zudem kontrollieren sie per Kamera den Innenraum, wenn eine Fahrt beendet wurde.

Erstnutzer dürfen nichts sagen

Mehr als 400 Bewohner sollen Waymos Early-Rider-Programm bereits nutzen. Manchmal sogar völlig ohne Testfahrer. Sie dürfen aber nicht über ihre Erfahrungen berichten. Auch der Reporter von The Verge durfte offenbar nicht in einem der Testautos mitfahren. Er durfte lediglich in einem von Waymo organisierten Interview mit einer Nutzerin sprechen. Die durchaus positiv berichtete. So hätten sich die Fahreigenschaften der Autos, die anfangs "sehr mechanisch" gewesen seien, im vergangenen Jahr deutlich verbessert. "Es fährt, so wie ich fahre", sagte die 29 Jahre alte Produktmanagerin Lilla Gaffney. Das Auto sei "ein sehr vorsichtiger Fahrer". Weil die Autos immer besser führen, verzichte sie inzwischen fast vollständig auf Taxis oder Mitfahrdienste wie Uber oder Lyft.

Für den Erfolg eines autonomen Taxidienstes ist aber nicht nur eine sichere Fahrweise erforderlich. Die Investitionen in Anschaffung und Wartung der Fahrzeuge müssen sich am Ende ebenfalls lohnen. Für Waymo ist es dabei ein großer Vorteil, dass die Autos, solange sie nicht defekt sind, selbständig in die Wartungshalle im Vorort-Chandler fahren können. Bei Motorroller-Dienst Coup müssen Bosch-Mitarbeiter jede Nacht ausschwärmen, um leere Akkus auszutauschen.

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Achranon 03. Nov 2018

Man braucht kein eigenes Auto mehr sonder ruft sich per Smartphone eins herbei, steigt...

blariog 30. Okt 2018

Najaaa, Waymo ist ein ganz neues Unternehmen, das für autonomes Fahren gegründet wurde...

plutoniumsulfat 24. Okt 2018

Das gilt aber nur für bestimmte Situationen, wie eben dem Bus. Ja, auch ein Radfahrer...

plutoniumsulfat 24. Okt 2018

Da wurde einem aber auch beigebracht, vor einer roten Ampel nicht unnötig zu beschleunigen.

Anonymer Nutzer 24. Okt 2018

Ich wohne seit fast 40 Jahren selbst in einer Gegend, die man beinahe euphemistisch als...


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