Die EU baut die Infrastruktur aus

Die erste ETCS-Level-2-Neubaustrecke in Deutschland wurde im Dezember 2015 in Thüringen, von Erfurt nach Leipzig mit einem Abzweig nach Halle, in Betrieb genommen - gut 120 Kilometer. Weitere Strecken werden nachgerüstet - in wenigen Jahren sollen 2.500 Kilometer Strecke nachgerüstet sein. Das gesamte deutsche Schienennetz umfasst rund 33.000 Gleiskilometer.

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Gebaut wird aber nicht nur hierzulande: ETCS ist ein europäisches System, das die nationalen Zugbeeinflussungssysteme ablösen soll. Denn auf den Schienen gibt es noch keine europäische Einigung. Wenn vor einen grenzüberschreitenden Zug keine Lokomotive gespannt werden kann, die mit mehreren Zugbeeinflussungssystemen kompatibel ist, muss die Lok an der Grenze gewechselt werden. Manchmal muss sogar der Lokführer getauscht werden.

Wichtige europäische Korridore haben Vorrang

Ziel ist es, zunächst wichtige europäische Verbindungsstrecken mit ETCS auszustatten: die sogenannten TEN-Kernnetzkorridore, die Hauptmagistralen des Transeuropäischen Netzes (TEN).

TEN ist ein Projekt der Europäischen Union zum Ausbau der Infrastruktur, um die Entwicklung des europäischen Binnenmarkts und das Zusammenwachsen der Union voranzubringen. Die Neubaustrecke Erfurt - Halle/Leipzig ist Teil eines TEN-Prioritätsprojekts: einer Eisenbahnstrecke von Berlin nach Palermo, die wiederum zum TEN-Kernnetzkorridor Skandinavien - Mittelmeer gehört.

Galileo ist auch ein Teil von TEN

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Auch der im vergangenen Sommer eröffnete Gotthard-Basis-Tunnel gehört als Teil des Rhein-Alpen-Korridors zu TEN. Das Projekt umfasst aber nicht nur Verkehrswege: Dazu gehören auch Energie- und Telekommunikationssysteme sowie das kürzlich in Betrieb genommene Satellitennavigationssystem Galileo.

Umgerüstet werden muss für ETCS aber nicht nur die Infrastruktur. Auch die Züge selbst brauchen eine neue Ausstattung: Dazu gehört der Bordrechner, der EVC. Die Kommunikation mit der Infrastruktur übernimmt zum einen das Balise Transmission Module (BTM) mit einer Balisenantenne unter dem Fahrzeug. Darüber wird auch die Balise mit Strom versorgt: Das BTM erzeugt ein Magnetfeld, durch das die Balise induktiv angeregt wird.

Neue Züge haben ETCS

Für die drahtlose Kommunikation im ETCS Level 2 braucht das Fahrzeug eine entsprechende Mobilfunkausrüstung für den Standard Global System for Mobile Communications - Rail (GSM-R), das Funksystem der Eisenbahn. Um Ausfallsicherheit zu gewährleisten, sollten immer zwei diese Systeme installiert werden. Seit 2015 müssen alle neuen Züge mit ETCS ausgestattet werden. Vorhandene können nachgerüstet werden - was je nach Modell unterschiedlich aufwendig ist.

Der Zugführer fährt aber weiterhin den Zug, unterstützt von den assistierenden Sicherheitseinrichtungen wie ETCS.

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 Die Infrastruktur kommuniziertAnfang der 2020er Jahre soll es losgehen 
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postb1 17. Jan 2017

Wie du ja selbst schon geäußet hast, ist die aktuelle Technik die LZB. Zuverlässig seit...

plutoniumsulfat 14. Jan 2017

Sie könnten und genau das wird ja im Artikel geklärt, den du anscheinend nicht ganz...

brotiger 14. Jan 2017

Das ist korrekt. Mir ist auch nicht klar, ob die Bahn das wirklich so behauptet hat oder...

Anonymer Nutzer 14. Jan 2017

Das mit den sensoren bei den Geschwindigkeiten und distanzen die da voraus geschaut...

Mingfu 13. Jan 2017

33.000 km bezieht sich auf die Streckenlänge der DB. Insgesamt sind es rund 38.000 km...



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