Pilotprojekt für Verkehrskongress

Der hamburgische Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann sieht vor allem zwei Vorteile: Das autonome Fahren solle zum einen den Verkehr sicherer machen, sagte der parteilose Politiker in einer kurzen Ansprache. Zudem seien die Autos effizienter unterwegs. Das soll die Kohlendioxidemissionen im Verkehr senken.

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Nicht zuletzt deshalb sei es wichtig, die Teststrecke in der Stadt zu haben, sagte Westhagemann. Hamburg kooperiert beim autonomen Fahren seit etwa drei Jahren mit VW, und die Zusammenarbeit soll verlängert werden. Allerdings, so betont er, sei die Strecke nicht exklusiv für den Wolfsburger Automobilkonzern reserviert, sondern stehe auch anderen Herstellern offen.

Es ist auch nicht die einzige: In dem neu entstehenden Stadtteil Hafencity ist seit diesem Sommer ein autonomer Kleinbus im Testbetrieb unterwegs. Auch diese Teststrecke ist mit einem System für die Verkehrsvernetzung (Vehicle to everything, V2X) ausgestattet. Beide sind Prestigeprojekte, die die Stadt im Hinblick auf den Weltkongress für Intelligente Transportsysteme (ITS) in Hamburg initiiert hat. Insgesamt gibt es als Vorbereitung auf den Kongress, der 2021 stattfindet, 70 Verkehrsprojekte.

Dass die Teilnehmer in autonomen Taxis zu den Tagungsstätten kutschiert werden, ist eher unwahrscheinlich. Alexander Hitzinger geht davon aus, dass es bis 2025 dauert, ehe eine größere Anzahl autonom fahrender Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein wird. Hitzinger ist Bereichsleiter Autonomes Fahren bei VW und Chef des neuen Tochterunternehmens Volkswagen Autonomy (VWAT). Zuvor hat er an der Entwicklung des Le-Mans-Boliden Porsche 919 Hybrid und an Apples Project Titan mitgearbeitet.

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"Unser Ziel ist, dass wir vollautonomes Fahren für die Massen verfügbar machen", sagt er im Gespräch mit Golem.de. Ein großes Hindernis seien derzeit noch die Kosten für die Systeme. Es gebe ein Henne-Ei-Problem: "Solange die Volumen nicht da sind, sind die Komponentenkosten zu hoch. Wenn die Komponentenkosten zu hoch sind, kann man nicht skalieren."

Mitte der 2020er Jahre werde die Technik aber soweit sein, dass sie im kommerziellen Betrieb, also etwa im automatisierten Güterverkehr oder als Robotaxis, großflächig im Einsatz sein könnten. Nutzfahrzeuge würden sehr stark ausgelastet, deshalb würden in dem Bereich höhere Kosten eher akzeptiert. So werde erst einmal Volumen generiert, um die Kosten zu senken. Damit seien die Komponenten dann so günstig, dass sie in den Premiumfahrzeugen des Konzerns, Porsche oder Bentley, eingesetzt werden könnten. Von dort soll die Technik schließlich in die Großserie wandern.

Auf die ersten Modelle der ID-Baureihe werden wir damit wohl bis Ende des kommenden Jahrzehnts warten müssen.

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 Lidar und Kameras
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plutoniumsulfat 26. Nov 2019

Eben aufgrund der Verkehrsdichte :D Und die wenigsten Autofahrer dürften wissen, wann die...

plutoniumsulfat 19. Nov 2019

Nein, da es auch in den Autos vorhanden sein müsste, was es wieder teurer macht. Wer...

ichbinsmalwieder 19. Nov 2019

Für stehende Fahrzeuge hat sich das ROTE Licht der Bremsleuchte durchgesetzt...

cpt.dirk 15. Nov 2019

Genau und ich denke, durchschnittlich gute FahrerInnen werden mit solchen intelligenten...

amagol 12. Nov 2019

Hm, wenn ich mir die Realitaet ansehe habe ich so meine Zweifel, dass menschliche...



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