Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Autonomes Fahren: Waymo-Fahrzeug überfährt Hund in San Francisco

Auch autonome Autos können tödliche Unfälle nicht immer vermeiden. Selbst wenn sie Verkehrsteilnehmer richtig und rechtzeitig erkannt haben.
/ Friedhelm Greis , dpa
18 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Waymo nutzt für das autonome Fahren auch umgerüstete Jaguar iPace. (Bild: Waymo)
Waymo nutzt für das autonome Fahren auch umgerüstete Jaguar iPace. Bild: Waymo

Bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto hat ein Fahrzeug der Google-Schwesterfirma Waymo einen Hund getötet, der vor ihm auf die Straße gelaufen ist. Das Auto sei in San Francisco autonom unterwegs gewesen, heißt es in Waymos Bericht an die kalifornische Verkehrsbehörde (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Ein Waymo-Mitarbeiter habe zudem auf dem Fahrersitz des umgerüsteten Jaguar iPace gesessen.

Waymo schrieb in einer Stellungnahme an die Website Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) , dass die Software den Hund beim Unfall im Mai korrekt erkannt habe. Der Hund sei hinter einem geparkten Auto auf die Fahrbahn gelaufen.

Das System sei aber nicht in der Lage gewesen, einen Zusammenstoß zu verhindern. An der Unfallstelle gibt es dem Bericht zufolge ein Tempolimit von umgerechnet 40 km/h.

Dem Blog Techcrunch teilte Waymo mit(öffnet im neuen Fenster) , dass weder die Software noch der Mensch am Steuer gebremst hätten. Das habe unter anderem daran gelegen, dass der Hund einen "ungewöhnlichen Weg" genommen und schnell auf das Fahrzeug zugelaufen sei. Eine spätere Computersimulation habe bestätigt, dass der Zusammenstoß unvermeidbar gewesen sei. Auch ein aufmerksamer menschlicher Fahrer hätte den Unfall nicht verhindern können.

Autonome Autos blockieren gelegentlich die Straßen

In San Francisco schicken sowohl Waymo als auch die GM-Tochterfirma Cruise ihre autonomen Autos zum Teil ohne Sicherheitsfahrer auf die Straße . Einige Einwohner der Stadt beschweren sich darüber, dass die Fahrzeuge manchmal bei Fehlfunktionen Straßen blockieren . Auch die für den öffentlichen Nahverkehr zuständige SFMTA kritisierte, dass die Wagen ihren Betrieb erschwerten. Cruise aktualisierte die Software aller Wagen vor einigen Wochen nach dem Zusammenstoß mit einem Linienbus.

Der einzige bisher bekannte tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto ereignete sich 2018. Ein Wagen des Fahrdienstvermittlers Uber erfasste bei einer abendlichen Testfahrt eine Frau, die die Straße überquerte. Sie schob ein Fahrrad mit Plastiktüten am Lenker neben sich – die Situation überforderte die Uber-Software, die zunächst nicht richtig einordnen konnte, womit sie es zu tun hatte. Uber stieß die eigene Entwicklung selbstfahrender Autos Ende 2020 ab , kooperiert aber inzwischen mit Waymo im US-Bundesstaat Arizona.


Relevante Themen