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Autonomes Fahren: Waymo-Fahrzeug an Unfall mit Motorrad beteiligt

Auch im Zeitalter der autonom fahrenden Autos wird der Verkehr nicht unfallfrei ablaufen. Der Unfall, in den eines der Autos der Alphabet-Tochter Waymo verwickelt war, hatte aber eine menschliche Ursache.
/ Werner Pluta
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Waymo-Chef John Krafcik mit autonom fahrenden Chrysler Pacifica: über 10 Millionen Testmeilen gefahren (Bild: Bill Pugliano/Getty Images)
Waymo-Chef John Krafcik mit autonom fahrenden Chrysler Pacifica: über 10 Millionen Testmeilen gefahren Bild: Bill Pugliano/Getty Images

Die Technik war's nicht: Eines von Waymos selbstfahrenden Autos war in im US-Staat Kalifornien in einen Unfall mit einem Motorradfahrer verwickelt. Verursacht hat diesen aber nicht die Software für autonomes Fahren, sondern der Fahrer, der kurzzeitig die Kontrolle über das Auto übernommen hatte.

Der Unfall ereignete sich laut Unfallbericht der kalifornischen Verkehrsbehörde(öffnet im neuen Fenster) bereits am 19. Oktober auf einer breiten Straße in Mountain View. Das Waymo-Fahrzeug touchierte mit der rechten hinteren Stoßstange ein Motorrad. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Ein Fahrzeug sei von links in die Spur des Chrysler Pacifica von Waymo eingeschert. Deshalb habe der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug übernommen, um nach rechts auszuweichen, schreibt Waymo-Chef John Krafcik in einem Beitrag auf der Webseite Medium.com(öffnet im neuen Fenster). Dabei habe er aber den Motorradfahrer übersehen, der gerade dabei war, das Waymo-Auto rechts zu überholen.

Waymo fährt autonom mit dem Minivan
Waymo fährt autonom mit dem Minivan (01:53)

Der Fahrer habe in einer schwierigen Situation eine Entscheidung getroffen, die sich jedoch als falsch herausgestellt habe, schreibt Krafcik. "Menschen sind oft gefordert, mit unzureichendem Kontext in Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen. In diesem Fall reagierte unser Testfahrer schnell, um eine mögliche Kollision zu vermeiden, aber verursachte dadurch eine andere."

Laut Krafcik hätte er besser das Fahrzeug sich selbst überlassen: Das sei mit Technik ausgestattet, die ständig das komplette Umfeld des Fahrzeugs erfasse. Eine Auswertung der Daten des Unfalls habe später ergeben, dass diese Position, Richtung und Geschwindigkeit aller Fahrzeuge – also die des kreuzenden Autos ebenso wie die des Motorrads – drumherum verfolgt habe, während der Fahrer sich auf das Auto konzentrierte.

"Wichtig ist, dass unsere Technik das Verhalten sowohl des einscherenden Autos als auch des Motorradfahrers korrekt vorhersah", schreibt Krafcik. In einer Simulation habe sich gezeigt, dass das Waymo-Auto wegen des anderen Autos abgebremst und so den Unfall vermieden hätte. "Es sind Vorfälle wie dieser, die uns bei Waymo motivieren, fleißig und sicher daran zu arbeiten, unsere Technologie auf die Straße zu bringen, weil selbstfahrende Fahrzeuge solche Situationen verhindern können."

Laut Krafcik arbeitet Waymo seit einem Jahrzehnt an der Technik für autonomes Fahren und ist seither über 10 Millionen Testmeilen gefahren.


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