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Cariad testet bereits VLA-Modelle

Das hat Mercedes-Benz dazu bewogen, bei Level 2++ mit dem Chiphersteller Nvidia zu kooperieren. Im Trend sind dabei sogenannte Vision-Language-Action-Modelle (VLA), wie sie neben Nvidia auch Wayve aus Großbritannien oder Momenta aus China entwickeln.

Das ist auch bei Cariad angekommen. "Wir verfolgen die Technologieentwicklung genau und sind in der Technologie in der vollen Breite unterwegs. Neue Ansätze wie Foundation Models sind genauso Teil davon wie Vision-Language-Action-Modelle", sagte Birke auf Nachfrage von Golem.

Laut Birke ermöglichen es die neuen KI-Modelle, "schneller höhere Automatisierungslevel zu erreichen". Dabei würden bewusst unterschiedliche KI-Modelle genutzt, "zum Beispiel effiziente Modelle für kostenoptimierte Anwendungen und leistungsstärkere Modelle für Premium-Funktionen mit höherem Compute-Bedarf", sagte Birke. Manche dieser Modelle würden von Cariad selbst entwickelt, andere mit Partnern.

Doch wann kommen die neuen Systeme nach Level 3 auf die Straße? Dazu haben wir bei den Konzernmarken VW, Porsche und Audi nachgefragt.

Porsche räumt Rückstand ein

Porsche-Sprecher Jonas Bierschneider räumte ein, dass die Konkurrenz bei dem Thema voraus sei und der Zuffenhausener Sportwagenhersteller damit hinterherhinke. Porsche verschlafe den Trend nicht, jedoch seien andere Bereiche wichtiger. Zumal Porsche-Fahrer Wert darauf legten, selbst das Fahrzeug zu lenken.

Porsche behalte das Thema im Blick und wolle "zeitnah" eine Lösung anbieten. Allerdings konnte der Sprecher das nicht präzisieren.

Audi und VW nennen keinen Zeitplan

Ähnlich sieht es bei Audi aus. "Wir glauben an das Potenzial des hochautomatisierten Fahrens und die damit verbundenen Vorteile für unsere Kunden", sagte Firmensprecher Christian Hartmann. Ziel sei es, "durch automatisierte Funktionen beim Fahren und Parken mehr Freiraum zu schaffen, mit klarer Priorität auf Sicherheit und Komfort".

Audi treibe die Entwicklung von Assistenzsystemen bis Level 2++ und die Entwicklung höherer Funktionen ab Level 3 parallel voran. "Technologisch setzen wir dabei konsequent auf die enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns sowie mit führenden externen Partnern", sagte Hartmann und fügte hinzu: "Einsatzzeitpunkte geben wir zu gegebener Zeit bekannt."

Ähnlich schwammig reagiert VW. "Zu konkreten Produkten, Funktionsumfängen oder Zeitplänen können wir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine weiteren als die Ihnen bereits vorliegenden Details nennen", sagte Firmensprecher Roman Babick. Die Einführung neuer Funktionen erfolge "stets im Einklang mit gesetzlichen Rahmenbedingungen, technischen Reifegraden sowie den hohen Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit".

Obwohl Mercedes derzeit sein Level-3-System nicht mehr anbietet, bedeutet das nicht, dass diese Automatisierungsstufe von Mercedes komplett übersprungen werden soll und die Fahrzeuge direkt Level-4-tauglich werden.


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