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Autonomes Fahren: US-Verkehrsbehörde weitet Untersuchung zu Waymo aus

Nach merkwürdigen Fahrten auf der Gegenfahrbahn durch autonome Waymo -Taxis will sich die US-Verkehrsbehörde die Situationen genauer anschauen.
/ Friedhelm Greis , dpa
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Die US-Verkehrsbehörde weitet ihre Prüfungen zu Waymo aus. (Bild: Waymo)
Die US-Verkehrsbehörde weitet ihre Prüfungen zu Waymo aus. Bild: Waymo

Die Robotaxi-Firma Waymo gerät stärker ins Blickfeld der US-Verkehrsbehörde NHTSA. Die Behörde hat eine Liste von Zwischenfällen, zu denen sie Fragen an die Google-Schwesterfirma hat, von 22 auf 31 Vorfälle ausgeweitet. Darunter sind einige Auffahrunfälle sowie Situationen, in denen die Software der fahrerlosen Wagen Verkehrsregeln missachtet hat, wie aus einem Schreiben (PDF)(öffnet im neuen Fenster) vom 23. Mai 2024 hervorgeht.

Zu den Situationen gehört auch ein Vorfall, bei dem ein Waymo-Auto eine große Gruppe aus circa 20 bis 30 E-Scooter-Fahrern überholte und dabei mehr als 30 Sekunden lang auf einer der beiden Gegenspuren fuhr . Wie auf einem auf Reddit veröffentlichten Video hervorgeht(öffnet im neuen Fenster) , herrschte in der Gegenrichtung reger Verkehr. Die entgegenkommenden Fahrzeuge wichen auf die rechte der beiden Spuren aus.

Ein weiterer Vorfall zeigt(öffnet im neuen Fenster) , wie ein Waymo-Fahrzeug in falscher Richtung auf eine mehrspurige Straße einbiegt. In einem anderen Video(öffnet im neuen Fenster) ist zu sehen, wie ein Robotaxi einen fast abgeschlossenen Linksabbiegevorgang abbricht und sich dann entscheidet, quer über die Kreuzung geradeaus weiterzufahren.

Die Behörde forderte zu jedem der Zwischenfälle unter anderem alle Videoaufnahmen von Kameras der Fahrzeuge sowie eine Erklärung für die Entscheidungen der Software an. Die NHTSA schränkte zwar ein, dass ihr keine Verletzungen bekannt seien – aber in mehreren Fällen habe es Zusammenstöße mit Objekten gegeben, wie man sie von einem erfahrenen Menschen am Steuer nicht erwarten würde. Außerdem hätten sich einige Zwischenfälle in der Nähe von Fußgängern ereignet.

Mehr als 50.000 bezahlte autonome Fahrten pro Woche

Waymo verwies darauf, dass seine Robotaxis inzwischen mehr als 50.000 bezahlte autonome Fahrten pro Woche absolvierten . Man sei stolz auf die Sicherheitsstatistik dabei. Zugleich werde Waymo mit der NHTSA zusammenarbeiten.

Robotaxis von Waymo sind in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona sowie in San Francisco und Los Angeles unterwegs. Sie dürfen inzwischen komplett ohne Menschen am Steuer fahren. Waymo entstand aus dem Roboterwagen-Programm von Google und gilt als besonders weit bei der Entwicklung von Technik für selbstfahrende Autos.

Golem.de fährt Waymo in San Francisco Probe
Golem.de fährt Waymo in San Francisco Probe (09:59)

Auch die General-Motors-Tochter Cruise bot in San Francisco einen fahrerlosen Taxi-Service an, der Dienst ist jedoch nach einem Unfall im Oktober 2023 ausgesetzt worden . Damals hatte ein fahrerloser Cruise-Wagen eine unter dem Fahrzeug eingeklemmte Fußgängerin mehrere Meter mitgeschleift .

Die NHTSA leitete jüngst auch eine Untersuchung der zu Amazon gehörenden Roboterauto-Firma Zoox ein. Auslöser waren zwei Auffahrunfälle, die von überraschenden Bremsmanövern der Zoox-Testwagen ausgelöst worden waren.

Waymo ist bisher noch nicht mit derartigen schwerwiegenden Vorfällen aufgefallen – auch nicht während der Testfahrt von Golem.de .


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