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Autonomes Fahren: Uber startet erste Robotaxis in London

In Kooperation mit Wayve bringt Uber autonome Fahrzeuge nach London. Am Steuer sitzt aber vorerst weiterhin menschliches Sicherheitspersonal.
/ Nils Matthiesen
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Uber startet Robotaxis in London. (Bild: Uber)
Uber startet Robotaxis in London. Bild: Uber

Der Fahrdienstvermittler Uber bietet in der britischen Hauptstadt London(öffnet im neuen Fenster) ab sofort Fahrten in autonomen Fahrzeugen an. Zu diesem Zweck arbeitet das Unternehmen mit dem britischen Entwickler für autonome Fahrzeugtechnologie Wayve zusammen.

Kundinnen und Kunden, die in London eine Fahrt über die Vermittlungskategorien UberX, Uber Comfort oder Uber Electric bestellen, können für ihre Beförderung einen umgerüsteten Ford Mustang Mach-E zugewiesen bekommen. Diese Fahrzeuge sind mit der selbstfahrenden Technologie von Wayve ausgerüstet. Sobald ein solches autonomes Fahrzeug für eine Fahrt zugeteilt wird, erhalten die Fahrgäste vorab eine Benachrichtigung über die App. Auf diese Weise erhalten Personen, die lieber in einem konventionell gesteuerten Auto fahren möchten, die Gelegenheit, die Zuweisung abzulehnen und ein gewohntes Fahrzeug anzufordern.

Sicherheitsauflagen und Preisstruktur

Dem Start des Angebots gingen strenge behördliche Vorgaben voraus. Uber erhielt die erforderliche Lizenz für den Betrieb autonomer Fahrzeuge in London im vergangenen Monat. Die Genehmigung beinhaltet die strikte Auflage, dass sich jederzeit eine Person zur Überwachung des Fahrsystems auf dem Fahrersitz befinden muss. Es ist davon auszugehen, dass es bis zu einer behördlichen Freigabe von Fahrzeugen ohne menschliches Überwachungspersonal auf den Vordersitzen noch längere Zeit dauern wird.

Hinsichtlich der Preisgestaltung unterscheidet sich der Dienst nicht vom bisherigen Angebot. Uber verlangt für Fahrten mit den autonomen Fahrzeugen dieselben Tarife wie für reguläre Beförderungen. Obwohl eine Person zur Beaufsichtigung im Wagen sitzt, gibt die Anwendung nach der Fahrt keine automatische Aufforderung zur Abgabe eines Trinkgeldes aus. Laut Engadget(öffnet im neuen Fenster) haben Fahrgäste jedoch die Möglichkeit, Trinkgelder manuell über die Fahrthistorie in der App zu vergeben.

In den USA setzt Uber bereits autonome Fahrzeugflotten in Städten wie Dallas, Las Vegas, Atlanta und Austin ein. Zudem plant das Unternehmen die Erweiterung des Betriebs auf Los Angeles sowie die Bay Area. Die Partnerschaft zwischen Uber und Wayve ist auf Dauer angelegt. Als nächsten Schritt bereiten die beiden Unternehmen die Einführung von autonomen Fahrzeugen der Marke Nissan in Tokio vor.

Ausblick Deutschland

Auch der deutsche Markt gerät zunehmend in den Fokus der Robotaxi-Anbieter. Google-Schwester Waymo teilte am 26. August 2026 mit, sie lege in München den Grundstein für ihren ersten vollautonomen Fahrdienst in Deutschland. In den kommenden Wochen sollen demnach zunächst manuell gesteuerte Fahrzeuge das Straßennetz kartieren und Testfahrten mit geschultem Personal am Steuer absolvieren, bevor der Dienst gegen Ende 2027 für die Öffentlichkeit starten soll.

Uber ist in München bereits zuvor aktiv geworden: Im Juni 2026 kündigte der Fahrdienstvermittler gemeinsam mit dem israelischen KI-Unternehmen Autobrains ein eigenes Robotaxi-Programm für die Stadt an. Anders als Waymo, das mit dem markeneigenen Waymo Driver arbeitet, setze Uber laut eigenen Angaben auf eine markenoffene Software, die sich auf verschiedene Fahrzeugtypen übertragen lassen soll. Als Standortgründe nannten Uber und Autobrains die dichte urbane Infrastruktur, die Nähe zu deutschen Autoherstellern sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.


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