Autonomes Fahren: Uber-Sicherheitsfahrerin guckte vor dem Unfall nach unten

Die US-Polizei hat ein Video des tödlichen Unfalls mit einem autonomem Fahrzeug von Uber freigegeben. Darauf ist zu sehen, dass die Sicherheitsfahrerin des Autos unmittelbar vor dem Unfall die Straße nicht beobachtete. Der Unfall scheint aber unvermeidlich gewesen zu sein.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Polizeifahrzeug (Symbolfoto)
US-Polizeifahrzeug (Symbolfoto) (Bild: Scott Davidson/CC-BY 2.0)

Das im autonomen Modus fahrende Uber-Auto der Marke Volvo, das Sonntagnacht eine Fußgängerin bei der Überquerung einer Straße anfuhr und tödlich verletzte, hatte eine sogenannte Sicherheitsfahrerin an Bord. Diese sitzt am Steuer und kann notfalls wie ein normaler Autofahrer eingreifen.

Stellenmarkt
  1. Service Manager Datenbanksysteme (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen, Dresden, Ingolstadt, Wolfsburg
  2. Referentin bzw. Referent (m/w/d) für IT und Digitalisierung
    Behörde für Justiz und Verbraucherschutz, Hamburg
Detailsuche

Die Polizei veröffentlichte jetzt einen Videozusammenschnitt, der das Geschehen unmittelbar vor dem Unfall zeigt, wie Venturebeat berichtet. Dabei ist zu erkennen, dass die Fahrerin des SUV kurz vor dem Aufprall nicht auf die Straße schaut. Was sie betrachtet, ist unklar. Die Fußgängerin, die ein Fahrrad quer über die Straße schiebt, ist auf den Außenaufnahmen erst im letzten Moment vor dem Unfall im Blickfeld der Kamera zu sehen. Sie läuft von links auf die Straße. Der eigentliche Aufprall ist nicht zu sehen, findet jedoch statt, nachdem die Frau die linke Fahrbahnseite schon überquert hat. Die Schreckreaktion der Fahrerin wird jedoch teilweise gezeigt. Angaben darüber, ob die restlichen Sensoren wie Lidar und Radar des Fahrzeugs die Fußgängerin registrierten, liegen noch nicht vor.

Das Fahrzeug soll Angaben der Polizei vor Ort zufolge mit 61 km/h unterwegs gewesen sein. Die örtliche Geschwindigkeitsbegrenzung liegt angeblich bei 56 km/h. Nach einem Bericht der New York Times fuhr das Auto sogar 64 km/h und die Begrenzung lag bei 72 km/h.

In einer Sekunde legte das Uber-Auto den ersten, niedrigeren Angaben zufolge demnach eine Distanz von 16,94 m zurück. Der übliche Reaktionsweg, also die Strecke, die zurückgelegt wird, in der der Fahrer ein auftauchendes Hindernis registriert, das Gehirn die Daten verarbeitet und eine entsprechende Reaktion auslöst, liegt bei durchschnittlich 18,3 m. Die Frage bleibt aber, ob das Fahrzeug oder der Fahrer beziehungsweise die Fahrerin die Fußgängerin und ihre Absicht, die Fahrbahn komplett zu überqueren, nicht hätte erkennen müssen.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Die Polizei der Stadt Tempe in Arizona lieferte kein Videomaterial über den Aufprall oder seine Folgen. Die Fußgängerin wurde nach dem Unfall in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo sie an ihren Verletzungen starb. Uber hat seine Testprogramme für autonomes Fahren genauso wie Toyota nach dem Unfall ausgesetzt. Zusätzlich zu den Ermittlungen der Polizei führen das National Transportation Safety Board (NTSB) und die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) eigene Untersuchungen durch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plutoniumsulfat 29. Mär 2018

Also genau das, was ein Mensch auch macht.

plutoniumsulfat 29. Mär 2018

Wenn das Problem bekannt ist, sind die Autofahrer ja auch aufmerksamer, allerdings auch...

Stepinsky 27. Mär 2018

Schrei doch nicht so. Weil das Video von einer Videokamera aufgenommen worden ist. Eien...

MüllerWilly 25. Mär 2018

Wenn Du Dir mit dem Hammer auf den Linken Zeigefinger haust, tut dann der rechte...

SanderK 24. Mär 2018

Danke! Mal sehen was raus kommt .



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. OpenBSD, TSMC, Deathloop: Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt
    OpenBSD, TSMC, Deathloop
    Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt

    Sonst noch was? Was am 15. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Whatsapp: Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei
    Whatsapp
    Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei

    Ein Vater nutzte ein 15 Jahre altes Nacktfoto seines Sohnes als Statusfoto bei Whatsapp. Nun läuft ein Kinderpornografie-Verfahren.

  3. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis 21% auf Logitech, bis 33% auf Digitus - Cyber Week • Crucial 16GB Kit 3600 69,99€ • Razer Huntsman Mini 79,99€ • Gaming-Möbel günstiger (u. a. DX Racer 1 Chair 201,20€) • Alternate-Deals (u. a. Razer Gaming-Maus 19,99€) • Gamesplanet Anniversary Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /