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Autonomes Fahren: Uber legt seine autonomen Taxis still

Am Ende hat Uber klein beigegeben und seine autonom fahrenden Autos stillgelegt. Die Verkehrsbehörde verbot sie aber wegen einer falschen Zulassung.
/ Werner Pluta
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Selbstfahrender Uber-Volvo: Die Zulassung stimmte nicht. (Bild: Uber)
Selbstfahrender Uber-Volvo: Die Zulassung stimmte nicht. Bild: Uber

Am Ende musste sich Uber doch fügen. Der Taxidienst hat seine autonom fahrenden Autos am Mittwoch von der Straße genommen. Die zuständige Behörde musste sich aber etwas einfallen lassen, damit das Unternehmen gehorcht.

Selbstfahrende Autos in San Francisco – Uber
Selbstfahrende Autos in San Francisco – Uber (01:48)

Uber hatte vor einer Woche angefangen, in San Francisco Passagiere mit autonom fahrenden Autos zu befördern . Allerdings hatte Uber keine Genehmigung bei der Verkehrsbehörde California Department of Motor Vehicles (DMV) beantragt. Uber hatte argumentiert, es sei jeweils ein Mensch an Bord, der das Auto überwache. Deshalb seien es keine automatisiert fahrenden Autos, ergo sei keine Genehmigung erforderlich.

Uber braucht eine Genehmigung

Das sah das DMV anders: In den Autos sei die Technik für automatisiertes Fahren eingebaut. Deshalb sei auf jeden Fall eine Genehmigung nötig, erklärte die Behörde . Bis Uber eine solche habe, dürften die Volvo-XC90-SUVs nicht auf die Straße.

Als Uber darauf nicht reagierte, hatten der Bürgermeister von San Francisco und schließlich sogar das Justizministerium des US-Bundesstaates Kalifornien Uber aufgefordert, den Betrieb der Autos einzustellen. Falls Uber sich weigern sollte, drohte Justizministerin Kamala Harris mit rechtlichen Schritten.

Die Autos waren nicht richtig zugelassen

Am Ende war es ein Dreh des DMV, der Uber zwang, die Autos stillzulegen: Die Autos seien nicht ordnungsgemäß zugelassen, erklärte die Behörde. Die Autos seien nicht als Testfahrzeuge gekennzeichnet. Damit konnte jeder Polizist die Autos von der Straße entfernen.

Dem kam Uber selbst zuvor. "Wir überlegen nun, wohin wir diese Autos verlegen können" , erklärte eine Uber-Sprecherin in einer Mitteilung. "Wir bleiben Kalifornien aber zu 100 Prozent verpflichtet und werden unsere Bemühungen, funktionierende staatliche Regeln zu entwickeln, verdoppeln."


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