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Autonomes Fahren: Uber entgeht Klage nach tödlichem Unfall

Der Mitfahrdienst Uber muss nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Testauto nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das gilt jedoch nicht für die Testfahrerin.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Unfallort (links) und das Unfallauto
Der Unfallort (links) und das Unfallauto (Bild: NTSB)

Der Mitfahrdienst Uber muss für einen tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Testauto nicht strafrechtlich haften. Das geht aus einem Schreiben der zuständigen Staatsanwältin Sheila Polk hervor (PDF), das vom US-Portal Quartz veröffentlicht wurde. Polk kommt darin zu dem Schluss: "Nach einer gründlichen Prüfung aller vorgelegten Beweise hat diese Behörde festgestellt, dass sich aus der Angelegenheit keine strafrechtliche Haftung für den Uber-Konzern ergibt." Allerdings könnte die damalige Testfahrerin noch belangt werden.

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Am 18. März 2018 hatte in der Stadt Tempe im US-Bundesstaat Arizona eines der Uber-Testfahrzeuge vom Typ Volvo XC90 eine Fußgängerin, die bei Dunkelheit eine Straße überquerte, angefahren und tödlich verletzt. Die Aufsichtsperson, die zur Sicherheit im Auto mitfuhr, war einem von der Polizei veröffentlichten Video zufolge in dem Moment abgelenkt.

Weitere Ermittlungen angeregt

Nach Ansicht der Staatsanwältin geben die Videoaufnahmen des Testautos möglicherweise nicht angemessen den Unfallhergang wieder. Daher solle die Polizei von Tempe weitere Ermittlungen anstellen. Dazu gehöre unter anderem eine Expertenanalyse des Videos. Dabei solle möglichst festgestellt werden, was die Person auf dem Fahrersitz in der damaligen Situation hätte erkennen können und sollen. Zu diesem Zweck sollten die Fahrzeuggeschwindigkeit, die Lichtverhältnisse und weitere Faktoren berücksichtigt werden.

Wegen eines möglichen Interessenkonflikts hatte der benachbarte Gerichtsbezirk den Fall übernommen. Da Uber inzwischen außen vor ist, muss nun der eigentliche Gerichtsbezirk, in dem der Unfall sich ereignete, über eine Anklage der Testfahrerin entscheiden. Die Frau soll während der gesamten Testfahrt auf ihren Smartphone den Streamingdienst Hulu genutzt haben. Ihr droht daher eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.

Behörden ermitteln weiter

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ermitteln die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) und die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) weiterhin in dem Fall. Die NTSB war in einem vorläufigen Bericht vom Mai 2018 zu dem Schluss gekommen, dass der Unfall unter anderem auf deaktivierte Sicherheitsfunktionen zurückzuführen war.

Demzufolge hatten die Lidar- und Radarsensoren des Testautos bereits sechs Sekunden vor der Kollision die getötete Frau wahrgenommen, die ihr Fahrrad über eine mehrspurige Straße geschoben hatte. Doch erst 1,3 Sekunden vor dem Zusammenstoß habe die Software berechnet, dass eine Notbremsung erforderlich sei. Die Notbremsfunktion sei laut Uber jedoch deaktiviert gewesen, um ein "erratisches Verhalten" des Autos zu vermeiden.

Nach Angaben des Magazin Ars Technica hat sich Uber mit den Angehörigen des 49 Jahre alten Unfallopfers bereits außergerichtlich geeinigt. Allerdings hätten die Angehörigen nun die Stadt Tempe auf eine Zahlung von zehn Millionen Dollar verklagt, weil sie einen Überweg gepflastert habe, den Fußgänger eigentlich nicht nutzen sollten, berichtete USA Today.



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User_x 10. Mär 2019 / Themenstart

Wurde die Fahrerin denn darüber informiert, was genau abgeschaltet wurde und das die...

quineloe 07. Mär 2019 / Themenstart

Natürlich sind sie ausgereift. Du kannst doch dem System, das zuverlässig laut internen...

ChrisE 07. Mär 2019 / Themenstart

Die Testfahrerin war aber kein Fahrgast, sie war eine Testfahrerin! Das autonome Fahren...

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