Autonomes Fahren: Teslas Autopilot war an tödlichem Unfall beteiligt

War Tesla Motors' Autopilot Schuld an einem schweren Unfall? Die US-Verkehrsbehörde NHTSA untersucht den Zusammenstoß eines Elektroautos mit einem Lastzug. Es war der erste tödliche Unfall mit Teslas System zum autonomen Fahren.

Artikel veröffentlicht am ,
Tesla Model S: Daten über automatisierte Fahrsysteme auswerten
Tesla Model S: Daten über automatisierte Fahrsysteme auswerten (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Erstmals ist es zu einem tödlichen Unfall mit einem automatisiert fahrenden Tesla Model S gekommen. Das hat Tesla Motors in seinem Unternehmensblog bestätigt. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) wird die Ursache untersuchen.

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Der Unfall passierte bereits Anfang Mai auf einem Highway im US-Bundesstaat Florida, dessen Fahrspuren durch einen Grünstreifen getrennt sind. Der Tesla war mit aktiviertem Autopiloten unterwegs, als ein nach links abbiegender Sattelschlepper kreuzte. Der Tesla kollidierte mit dem Lastzug und wurde unter dem Auflieger eingeklemmt.

Fahrer und Kamera waren geblendet

Die Auswertung der Fahrzeugdaten ergab, dass der Tesla vor dem Aufprall nicht bremste. Das lässt den Schluss zu, dass sowohl die Kameras des Assistenzsystems als auch der Fahrer den Truck übersahen. Beide waren wahrscheinlich durch Gegenlicht geblendet und erkannten den weißen Lkw nicht. Zwar hat das Auto auch Radar. Das ignoriere aber alles, was wie ein hoch angebrachtes Straßenschild aussehe, um unnötiges Bremsen zu verhindern, twitterte Tesla-Chef Elon Musk.

Der Autopilot, die Software, die das Auto automatisiert steuere, sei noch in der Beta-Phase, erklärte Tesla. Darüber werde der Fahrer aufgeklärt, wenn er den Autopiloten aktiviere. Außerdem werde er darauf hingewiesen, dass im Automatikbetrieb die Verantwortung für das Auto beim Fahrer liege. Dieser müsse also die Hände am Lenkrad behalten und den Verkehr verfolgen. Der Autopilot prüfe, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad habe und warne ihn, falls nicht.

Die Verkehrsbehörde ermittelt

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Tesla hat die NHTSA informiert. Die Verkehrsbehörde will den Unfall untersuchen. Ein Spezialistenteam werde sich das Fahrzeug sowie die Unfallstelle anschauen, heißt es in einer Stellungnahme der NHTSA. Das Office of Defects Investigation (ODI) der NHTSA werde zudem "die Ausgestaltung und Leistung des automatisierten Fahrsystems untersuchen". Im Zuge der Ermittlungen will die NHTSA Daten über diesen Unfall sowie über automatisierte Fahrsysteme allgemein sammeln und auswerten.

Laut Tesla ist es der erste tödliche Unfall mit aktiviertem Autopilot. Das System habe bisher eine Fahrleistung von 130 Millionen Meilen, knapp 210 Millionen Kilometer. In den USA passiere normalerweise alle 94 Millionen Meilen, also etwa alle 150 Millionen Kilometer, ein tödlicher Unfall. Der Schnitt weltweit liege bei einem tödlichen Unfall auf 60 Millionen Meilen (knapp 97 Millionen Kilometer). Insgesamt starben in den USA im vergangenen Jahr 38.300 Menschen bei Verkehrsunfällen.

Ein anderer Unfall mit dem Autopiloten hatte nur Sachschaden zur Folge: Ein geparktes Model S war selbstständig gegen einen Anhänger gefahren.

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gadthrawn 10. Jul 2016

Schon komisch - mag man Linux nicht, behauptet irgendwer ms bezahle einen, findet man...

gadthrawn 05. Jul 2016

Ist allerdings das einzig ausgelieferte...

gadthrawn 04. Jul 2016

Ich sehe das nicht als Strafe, sondern als Sicherheit. google hat die einzige gute...

gadthrawn 04. Jul 2016

Ich geb dir mal eine andere Zahl. 690 Mio km ohne tödlichen Unfall haben die google cars...



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