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Autonomes Fahren: Tesla verzichtet in Austin auf Sicherheitsfahrer

Tesla rückt dem autonomen Fahren einen Schritt näher. Robotaxis in Austin sind erstmals ohne Sicherheitsfahrer unterwegs.
/ Friedhelm Greis
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Tesla testet seinen Robotaxi-Dienst nun ohne Sicherheitsfahrer. (Bild: Joel Angel Juarez/Reuters)
Tesla testet seinen Robotaxi-Dienst nun ohne Sicherheitsfahrer. Bild: Joel Angel Juarez/Reuters

Der US-Autohersteller Tesla nähert sich bei seinen Robotaxi-Plänen dem Konkurrenten Waymo weiter an. Tesla-Chef Elon Musk bestätigte Berichte(öffnet im neuen Fenster) , wonach die autonom fahrenden Taxis erstmals ohne Sicherheitsfahrer in der texanischen Stadt Austin unterwegs seien. "Die Tests werden ohne Passagiere im Fahrzeug durchgeführt" , schrieb Musk auf X(öffnet im neuen Fenster) .

Tesla startete seinen Robotaxi-Dienst im Juni 2025 . Allerdings waren in den vergangenen sechs Monaten weiterhin Sicherheitsfahrer an Bord, die notfalls eingreifen oder das Steuer übernehmen konnten, wenn das Fahrzeug überfordert war. Ein Vorfall im August 2025 zeigte , dass auf die Sicherheitsfahrer noch nicht verzichtet werden konnte.

Sieben Unfälle in sechs Monaten

Unklar ist jedoch, inwieweit Tesla-Mitarbeiter aus der Ferne das Fahrzeug überwachen und notfalls eingreifen können. Das Unternehmen hatte vor Beginn des Dienstes nach Telefahrern gesucht , die die Fahrzeuge im Falle eines Problems aus der Ferne bedienen können.

Nach Einschätzung des Portals Electrek.co(öffnet im neuen Fenster) ist zudem unklar, wie sicher die Robotaxis in Austin unterwegs sind, da Tesla keine entsprechenden Daten veröffentliche. So seien die Fahrzeuge in den vergangenen Monaten trotz der Sicherheitsfahrer in sieben Unfälle involviert gewesen(öffnet im neuen Fenster) . Das bedeute einen Unfall pro 100.000 Kilometer.

Tesla FSD ausprobiert
Tesla FSD ausprobiert (01:56)

Überwachtes Fahren soll nach Europa kommen

Laut Tesla-Chef Musk soll die autonome Fahrsoftware später auch den normalen Kunden zur Verfügung gestellt werden. Aktuell wirbt das Unternehmen bei den Behörden dafür, dass zumindest das überwachte autonome Fahren in Europa erlaubt wird. Auf einer Testfahrt in Berlin funktionierte das System recht zuverlässig, wenn auch nicht perfekt.

Im Gegensatz zu Tesla ist die Google-Schwesterfirma Waymo schon seit Jahren ohne Sicherheitsfahrer unterwegs und hat ihren Dienst bereits auf etliche Städte ausgedehnt. Im kommenden Jahr sollen die Waymo-Taxis auch in London an den Start gehen . Aber auch Waymo fährt nicht perfekt: So gab es zuletzt ein wiederkehrendes Problem mit dem Überholen von Schulbussen .


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