Autonomes Fahren: Tesla stellt FSD auf reines Monatsabo um

Der US-Autohersteller Tesla wird seine Funktionen für autonomes Fahren (FSD) nicht mehr zum einmaligen Preis anbieten. "Tesla wird den Verkauf von FSD nach dem 14. Februar einstellen. FSD wird danach nur noch als monatliches Abonnement erhältlich sein" , teilte Firmenchef Elon Musk am 13. Januar 2026 auf seiner Plattform X mit(öffnet im neuen Fenster) .
Bislang können Käufer in den USA wählen, ob sie für das sogenannte überwachte vollständig autonome Fahren (Full Self-Driving/FSD) einmalig 8.000 US-Dollar zahlen oder ein Abo über monatlich 99 US-Dollar abschließen(öffnet im neuen Fenster) . Ab Mitte Februar 2026 gibt es den Angaben zufolge nur noch das Abo.
In Deutschland wird das überwachte FSD bislang nicht angeboten. Tesla ist in Gesprächen mit Behörden in Europa, um dafür eine Zulassung zu erhalten ( Probefahrt ). Aktuell kostet das "volle Potenzial für autonomes Fahren" 7.500 Euro. Laut Tesla wird das Fahrzeug durch künftige Updates "nur minimalen Fahrereingriff erfordern, um nahezu autonom überall hin fahren zu können" .
Preis bereits deutlich gesenkt
Eine Abogebühr in Höhe von 99 US-Dollar entspricht einem Jahrespreis von 1.188 US-Dollar. Demnach zahlen Käufer nach rund 6,5 Jahren mehr als beim Einmalpreis. Allerdings besteht bei einem Abo die Möglichkeit, die Funktion zunächst zu testen und mögliche Verbesserungen abzuwarten.

Tesla änderte den Preis für FSD in den vergangenen Jahren mehrfach. Von anfänglich 7.000 US-Dollar stiegen die Kosten in mehreren Stufen auf bis zu 15.000 US-Dollar im September 2022.
Von diesem Niveau ging der Anbieter seitdem wieder auf 8.000 US-Dollar hinunter. Der Preis für das FSD-Abo sank ebenfalls von 199 US-Dollar auf 99 US-Dollar im Monat .
Zwischenzeitlich begründete Musk den hohen Preis für das FSD-System mit dem Hinweis, dass die Tesla-Modelle in absehbarer Zukunft vollautonom ohne Fahrer unterwegs sein könnten. Das erhöhe den Wert eines Autos um das Fünffache, sagte Musk im Juni 2019. Die Fahrzeughalter könnten dann ihre Fahrzeuge als autonome Taxis vermieten und damit Geld verdienen. Doch der hohe Preis schreckte offenbar viele Käufer ab, so dass Tesla zu Preissenkungen gezwungen war und das Abo einführte.
Ob und wie sich die Ankündigung auf Deutschland auswirkt, ist bislang unklar. Eine diesbezügliche Anfrage an den Hersteller blieb bislang unbeantwortet.