Autonomes Fahren: Tesla-Robotaxi durchbricht detektierte Poller-Barriere
Ein Vorfall mit einem selbstfahrenden Tesla-Robotaxi im texanischen Austin weckt Zweifel an der Zuverlässigkeit der Software. Ein auf Reddit veröffentlichtes Video(öffnet im neuen Fenster) eines Robotaxi-Nutzers zeigt, wie sich das Fahrzeug beim Abbiegen in einen Fahrbahnbereich manövrierte, der komplett von Pollern abgesperrt war. Doch anstatt den Bereich im Rückwärtsgang zu verlassen, fuhr das Taxi nach einigem Zögern einfach über die Poller hinweg.
In dem Video ist zu hören, wie der Fahrgast überlegt, den Tesla-Support einzuschalten. In solchen Fällen gibt es die Möglichkeit, dass Teleoperateure aus der Ferne das Steuer übernehmen oder dem Fahrzeug eine Anweisung geben, welches Fahrmanöver es ausführen soll. Doch nach einigen Lenkradbewegungen entschied sich das Robotaxi, einfach über die Poller hinweg auf die Straße zu fahren.
Da es sich um Kunststoffpoller handelte, wird das Fahrzeug wohl nicht allzu stark beschädigt worden sein. Allerdings dürften die Systeme nicht in der Lage sein, Poller aus Kunststoff und Beton voneinander zu unterscheiden.
Bericht: Cybercabs starten in Austin
Trotz solcher Vorfälle will Tesla offenbar den Einsatz des lenkradlosen Cybercab forcieren. Einem Bericht von The Information(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge teilte Tesla seinen Mitarbeitern mit, dass die öffentliche Markteinführung des Cybercab bevorstehe. Nach Angaben von Personen, die mit den Plänen vertraut sein sollen, soll das Cybercab noch im August 2026 in Austin präsentiert werden.
Tesla bereitet sich demnach in den vergangenen Wochen mit Testfahrten, Fahrten für Mitarbeiter auf privaten Straßen und Schulungen mit lokalen Rettungskräften auf die Markteinführung vor.
Angeblich makellose Bilanz
In diesem Zusammenhang verwies das Portal Electrek.co(öffnet im neuen Fenster) auf Aussagen von Tesla-Manager Ashok Elluswamy in einer Telefonkonferenz zu den jüngsten Quartalszahlen. Der Vicepresident für KI soll gesagt haben: "Wir haben inzwischen mehr als 380.000 Meilen mit unbeaufsichtigten Robotaxis in sechs Städten in zwei verschiedenen Bundesstaaten zurückgelegt. Es gab keinerlei nennenswerte Zwischenfälle." Die Sicherheitsbilanz sei "makellos".
Verglichen mit der autonom zurückgelegten Strecke des Konkurrenten Waymo seien die umgerechnet 612.000 km jedoch zu vernachlässigen. Waymo habe nach eigenen Angaben schon 354 Millionen km ohne Sicherheitsfahrer zurückgelegt und führe wöchentlich 500.000 bezahlte Fahrten durch. Zuletzt erhielt Waymo die Genehmigung, sein Einsatzgebiet in Kalifornien deutlich auszudehnen.
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