Abo
  • IT-Karriere:

Autonomes Fahren: Tesla fuhr bei tödlichem Unfall zu schnell

Beim tödlichen Verkehrsunfall mit einem Tesla Model S im Mai 2016 hat möglicherweise der aktivierte Autopilot ein Hindernis nicht erkannt. Der Fahrer griff offenbar nicht ein. Die Ermittlungsbehörde hat offizielle Unfallfotos und wichtige Details veröffentlicht.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Der verunglückte Tesla Model S
Der verunglückte Tesla Model S (Bild: National Transportation Safety Board)

Der verunglückte Tesla ist knapp 119 km/h gefahren, obwohl auf der Strecke ein Limit von 105 km/h galt. Das gab die Ermittlungsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) in einem vorläufigen Bericht an.

Stellenmarkt
  1. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim
  2. MAGELLAN Rechtsanwälte Säugling und Partner mbB, München

Das Fahrzeug soll im Autopilot-Modus für assistiertes Fahren bei hoher Geschwindigkeit in den Auflieger eines abbiegenden LKW gefahren sein. Ein Bremsmanöver des Fahrzeugs oder des Fahrers soll nicht stattgefunden haben. Der Fahrer starb bei dem Unfall. Tesla vermutet, dass die Fahrzeugelektronik den weißen Anhänger nicht erkannt beziehungsweise falsch interpretiert habe. Neben einer Kamera verfügt der Tesla Model S auch über Radar. Das ignoriere aber alles, was wie ein hoch angebrachtes Straßenschild aussehe, um unnötiges Bremsen zu verhindern, twitterte Tesla-Chef Elon Musk.

Ungeachtet des tödlichen Unfalls will Elon Musk den Autopiloten in Tesla-Fahrzeugen nicht abschalten. Dies sagte der Tesla-Chef dem Wall Street Journal.

Autonomes Fahren gibt es noch nicht

Die Autopilotfunktion von Tesla darf nicht mit einer autonomen Fahrfunktion verwechselt werden. Der Wagen hält mit der Technik lediglich die Spur, bremst entsprechend zum Verkehr und kann beschleunigen, um den Abstand zum Vordermann zu halten. Dabei werden Verkehrsschilder erkannt und wenn gewünscht auch Geschwindigkeitseinschränkungen berücksichtigt. Wenn der Fahrer die Spur wechseln will, muss er den Blinker manuell betätigen und das Auto sucht sich eine Lücke, um selbstständig auszuscheren. Fahrer werden darauf hingewiesen, dass im Automatikbetrieb die Verantwortung für das Auto bei ihnen liegt. Die Fahrer müssen also die Hände am Lenkrad behalten und den Verkehr verfolgen.

Die Wege von Mobileye und Tesla trennen sich

Das israelische Unternehmen Mobileye, das die Kameras und den SoC (System-on-a-Chip) für den Autopiloten liefert, sagte, das System sei derzeit nicht dafür ausgelegt, Querverkehr zu erkennen. Die entsprechenden Funktionen sollen erst in zwei Jahren implementiert werden.

Überraschenderweise trennen sich die Wege von Mobileye und Tesla. Nach Berichten von Ars Technica und anderer Medien wird Mobileye zwar weiterhin die vorhandene Technik in den Teslas unterstützen und verbessern, jedoch nicht über die aktuelle Generation seines EyeQ3-SoC mit Tesla zusammenarbeiten.

Nach Angaben von Mobileye handelt es sich bei verbesserten autonomen Fahrfunktionen um einen Paradigmenwechsel. Es stehe viel auf dem Spiel - die Reputation des Unternehmens und die der gesamten Technik des autonomen Fahrens. Das Unternehmen will enger mit Herstellern wie BMW und Intel zusammenarbeiten und nicht nur reiner Zulieferer sein. Genauere Gründe nannte das Unternehmen nicht. Es ist nicht bekannt, ob Tesla nun eigene Sensoren entwickeln will.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 699,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Aorus Pro für 219,90€, Aorus Pro WiFi für 229,90€, Aorus Elite für 189,90€)
  3. (u. a. Sandisk SSD Plus 1 TB für 88,00€, WD Elements 1,5-TB-HDD für 55,00€, Seagate Expansion...
  4. (u. a. Kingston A400 2-TB-SSD für 159,90€, AMD Upgrade-Bundle mit Radeon RX 590 + Ryzen 7...

FaLLoC 02. Aug 2016

zwei Strafzettel (63 km/h, 61 km/h) a 40 CHF sind ca 70 EUR. Die Messungen erfolgten im...

robinx999 30. Jul 2016

Es kam da auch noch schlechte Sicht dazu. Und das Gericht war der Meinung das bei...

katze_sonne 28. Jul 2016

Das hatte ich auch angeschnitten und von "bergauf" geredet. Ich denke einfach, dass es...

simpletech 28. Jul 2016

Nein. Zumindest in unserem muss nix bestätigt werden. Beschleunigt bis zur max...

SJ 28. Jul 2016

ja, musst Benzin/Diesel tanken, danach reinsitzen, zündschlüssel drehen, und gas geben


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Fold - Hands on (Ifa 2019)

Das Galaxy Fold scheint gerettet: Samsungs Verbesserungen zahlen sich aus, wie unser erster Test des Gerätes zeigt.

Samsung Galaxy Fold - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Rabbids Coding angespielt: Hasenprogrammierung für Einsteiger
Rabbids Coding angespielt
Hasenprogrammierung für Einsteiger

Erst ein paar einfache Anweisungen, dann folgen Optimierungen: Mit dem kostenlos erhältlichen PC-Lernspiel Rabbids Coding von Ubisoft können Jugendliche und Erwachsene ein bisschen über Programmierung lernen und viel Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Transport Fever 2 angespielt Wachstum ist doch nicht alles
  2. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  3. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /