Autonomes Fahren: Tesla durchbricht im FSD-Modus Bahnschranken
Ein Vorfall mit einem selbstfahrenden Tesla bestätigt offenbar Berichte über Probleme bei der Erkennung von Bahnschranken. In dem am 8. März 2026 auf Threads veröffentlichten Video(öffnet im neuen Fenster) ist zu sehen, wie ein Tesla Model 3 im sogenannten FSD-Modus auf einen Bahnübergang zufährt, dessen Schranken sich schließen. Da das Auto nicht bremst, werden beide Schranken des Bahnübergangs im kalifornischen West Covina durchbrochen.
Aus dem Video und dem Beitrag geht nicht hervor, über welche Hard- und Softwareversionen das Fahrzeug verfügt. Nutzer Laushi Liu überschrieb den Beitrag lediglich mit den Worten: "Teslas FSD hat mich beinahe umgebracht." Eine irreführende Aussage, wie andere umgehend bemerkten. Denn beim FSD-Modus (Full Self Driving) handelt es sich lediglich um überwachtes autonomes Fahren. Der Fahrzeugführer muss jederzeit das Fahrgeschehen überwachen und eingreifen können.
Allerdings scheint es sich bei der Fehlerkennung nicht um einen Einzelfall zu handeln. Einer Dokumentation des Fernsehsenders NBC vom September 2025 zufolge(öffnet im neuen Fenster) scheitert das FSD-System häufiger an beschrankten Bahnübergängen. Demnach berichteten sechs Tesla-Fahrer vor der Kamera von entsprechenden Problemen.
Vier von ihnen hätten Videos zur Verfügung gestellt. In Tesla-Foren will NBC News seit dem Jahr 2023 40 Beispiele auf Reddit, X und Youtube gefunden haben. Die US-Senatoren Ed Markey und Richard Blumenthal appellierten(öffnet im neuen Fenster) (PDF) nach der Veröffentlichung des Berichts an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration), die Vorfälle zu untersuchen.
NHTSA leitete Untersuchung ein
Die NHTSA leitete am 7. Oktober 2025 eine Untersuchung(öffnet im neuen Fenster) (PDF) zum FSD-Modus ein. Dabei ging es um 58 bekannt gewordene Vorfälle mit dem System. Während es in dem ersten Dokument vor allem um Fälle ging, bei denen rote Ampeln übersehen worden waren oder in den Gegenverkehr gelenkt worden war, nennt ein Dokument vom Dezember 2025(öffnet im neuen Fenster) (PDF) ausdrücklich noch Verstöße an Bahnübergängen.
Tesla bat inzwischen um mehr Zeit, um Material zu den Vorfällen zu liefern. Betroffen sind fast 2,9 Millionen Teslas mit FSD.

Tesla strebt in Europa ebenfalls eine Zulassung des überwachten autonomen Fahrens an . Im Gegensatz zu anderen Herstellern verzichtet Tesla auf zusätzliche Sensorsysteme wie Laserscanner und Radare. Die Laserscanner, auch Lidar genannt, können als aktive Sensoren physische Objekte besser als Kameras erkennen, da die Laserstrahlen reflektiert werden. Dies dürfte vor allem bei der Zulassung vollautonomer Systeme eine Rolle spielen.
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