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Teurere Autos, neue Geschäftsmodelle

Nach der Vereinbarung mit Ford über die gemeinsame Entwicklung von Pick-ups und leichten Nutzfahrzeugen spricht man bei VW auch über eine Kooperation bei fahrerlosen Autos.

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Kaum ein Hersteller möchte die Investitionen ganz allein aufbringen. Somit dürfte auch klar sein: Autonom fahrende Autos werden für Käufer deutlich teurer. Doch eine Schätzung, wie viel mehr das sein mag, will keiner der BMW-Experten beim Campusbesuch abgeben. Flotten- und Firmenfahrzeuge seien sicherlich die ersten mit der Technologie. Man könne sich auch ein Abrechnungsmodell nach autonom gefahrenen Kilometern vorstellen, lautet eine vage Aussage.

Dafür eröffnen die Datensammlungen der Hersteller neue Einnahmequellen. Da Kameras und Sensoren laufend die Situation auf der Straße und am Straßenrand erfassen, könnte man Hinweise auf freie Parkplätze vermarkten. Gleiches gilt für die Echtzeitdaten des Verkehrsflusses, zu Unfällen und über Baustellen, die für eine präzisere Berechnung der Ankunftszeit wesentlich sind. Straßenmeistereien könnten erfahren, wo sich gefährliche Schlaglöcher auftun oder wo im Winter geräumt werden muss. Wetterdienste könnten aktuelle Daten für einzelne Stadtteile erhalten.

Ideen für neue Dienstleistungen

Neben Fragen der IT stellen die neuen Entwicklungen in der Mobilität auch logistische Anforderungen. Heute wird ein Auto durchschnittlich 45 Minuten pro Tag genutzt. "Autonom fahrende Fahrzeuge müssen viel effizienter genutzt werden, um sich zu rentieren", sagt Christian Lang, Gründer und Chef von Chargery in Berlin. Mitarbeiter des Startups fahren mit mobilen Batterien zu leeren Elektroautos der Carsharing-Anbieter. Wenn autonome Fahrzeuge im Carsharing unterwegs sind, sollen sie möglichst wenig Zeit bei der Wartung auf Geländen am Stadtrand verbringen.

Lang wird mit seinen Mitarbeitern Dienstleistungen wie die Überprüfung des Reifendrucks, das Nachfüllen von Wischwasser, die Fahrzeugreinigung und das Aufladen fast leerer Akkus anbieten. Sein Unternehmen besitzt ein Patent für einen autonom fahrenden Batterieroboter. Der rollt unter das Auto und lädt den Akku per Induktion auf.

Tesla prescht voraus

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat ebenfalls eine Idee, wie autonom fahrende Autos mehr genutzt werden könnten. Das Unternehmen will bereits 2020 seine gesamte Flotte der Model S, X und 3 als Robotaxi anbieten. Mit der FSD-Funktion (Full Self Driving) fährt das Auto selbstständig zum Kunden. Alle Besitzer eines Tesla sollen ihr Fahrzeug über das Tesla Network in einer App als Mietwagen anbieten können. Während die Besitzer so ihre Leasing- oder Kreditraten refinanzieren, behält Tesla 25 bis 30 Prozent des Umsatzes als Vermittlungsgebühr. In Regionen, in denen zu wenige Autos für die Sharing-Funktion freigeschaltet werden, schickt Tesla eigene Fahrzeuge auf die Straßen. Nach Ablauf eines Leasingvertrags beim Model 3 nimmt Tesla den Wagen obligatorisch zurück und nutzt ihn als Robotaxi.

Elon Musk ist nicht nur schnell, sondern geht mal wieder seinen eigenen Weg. In einer Präsentation seiner Full-Self-Driving-Technologie sagte er voraus, dass alle Autohersteller über kurz oder lang sowohl HD-Landkarten als auch Lidar-Sensoren aufgeben werden. "Lidar is lame", lautet sein griffiges Schlagwort. Der Mensch erkenne mit den Augen beim Autofahren Hindernisse und schätze Entfernungen ein, somit sei eine visuelle Erkennung mit Kameras die richtige Methode auf dem Weg zur Level-5-Autonomie. Alle Teslas werden bereits mit dem dafür nötigen Computer ausgerüstet. Im Jahr 2020 werde Tesla mehr als eine Million Fahrzeuge mit der entsprechenden Hardware auf den Straßen haben und die Software für autonomes Fahren freischalten.

Bis erste Autos mit Technologie aus dem Autonomous Driving Campus von BMW auf die Straße rollen, wird es noch etwas länger dauern. Ab 2021 soll der BMW iNext mit einem optionalen Level-3-System angeboten werden. Das Fahrzeug kann auf Autobahnen mit bis zu 130 km/h längere Strecken allein fahren und meistert auch das Stop-and-Go in einem Stau. Wie lange es bis Level 5 dauert, also einem vollständigen Verzicht auf den Fahrer, wagt keiner der Experten vorherzusagen. Viel spannender ist die Frage: Welche Allianzen werden sich bis dahin noch bilden?

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 Kooperationen für autonomes Fahren
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theSens 30. Apr 2019

Ich weiß echt nicht auf was du hinaus willst. Vor 30 Jahren konnte sich keiner...

Quaquaraqua 28. Apr 2019

Es geht um den Umsatz, nicht um Menschenleben. Das hat Boeing schon mal wieder gezeigt.

Trollversteher 25. Apr 2019

Ich kenne einige Entwickler, die bei diversen Deutschen Automobilunternehmen bzw. deren...

thinksimple 25. Apr 2019

Für Silicon Valley werden die Daten wohl reichen. Da fahren die meisten. Es geht aber...

thinksimple 25. Apr 2019

Das war dich nur ne Marketingaussage von Tesla sonst nix. Hieß ja "sollten es Behörden...


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