Autonomes Fahren: Münchner Team gewinnt erneut autonomes Autorennen
Das Team der Technischen Universität München(öffnet im neuen Fenster) hat erneut das weltweit größte Rennen autonomer Wagen mit mehreren Fahrzeugen auf der Strecke für sich entschieden. In dem 20 Runden langen Rennen traten sechs Teams auf der Formel-1-Strecke Yas Marina Circuit(öffnet im neuen Fenster) in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) gegeneinander an.
Während das Team der TU München in der Qualifikation mit insgesamt elf Teams bereits am schnellsten war und auch die beste Rundenzeit fuhr, brachte ein Fahrfehler des bis dahin führenden Teams Unimore aus Modena, passenderweise die Heimat von Ferrari, im Hauptrennen die Entscheidung in der Gesamtwertung.
Ein überrundetes Fahrzeug versuchte, Platz auf der Strecke zu machen, wurde aber zum Hindernis. Der Wagen der TU München hatte auf der zweiten Position etwas mehr Zeit zum Reagieren und konnte ausweichen. Das Video des kompletten Rennens startet genau an dieser Stelle.
Anspruchsvoller Modus
Durch die größere Anzahl an Teilnehmern im Rennen waren die Systeme, die durch künstliche Intelligenz gesteuert werden, deutlich stärker gefordert als üblich. In vergleichbaren Rennen wie der Indy Autonomous Challenge in Las Vegas(öffnet im neuen Fenster) , USA, sind stets nur zwei Fahrzeuge auf der Strecke, die sich immer wieder gegenseitig überholen müssen.
Hinzu kommen Geschwindigkeiten bis 250 km/h und die Schikanen, die der Kurs in Abu Dhabi im Gegensatz zu den Ovalkursen der Indycar Series aufweist. Auch in Las Vegas gewann übrigens bereits das Team aus München, das zudem bereits im letzten Jahr bei der ersten Austragung in den Vereinigten Arabischen Emiraten triumphierte.
Hoffnung auf Straßeneinsatz
Nach Auskunft des Forschungsteams stecken bereits viele Jahre der Entwicklung in dem autonomen System. Weil auch das Verhalten im Rennen deutlich verbessert worden sei, stelle es einen wichtigen Schritt hin zu einem sicheren Betrieb auf der Straße dar.
Die Rundenzeiten liegen nur noch ein paar Prozent hinter der menschlichen Konkurrenz. Daniil Kvyat, ein ehemaliger Formel-1-Pilot, brauchte im Rahmen der Veranstaltung mit dem gleichen Wagen 57,5 s für die Runde und war nur noch 1,6 s schneller als der autonome Rennwagen. Der simple Auffahrunfall wäre ihm aber wahrscheinlich nicht passiert.
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