Abo
  • Services:

Autonomes Fahren: Magnete als unsichtbare Schienen

Mit Magneten, die in die Straßen eingelassen sind, will Volvo autonom fahrenden Autos eine viel genauere Positionsbestimmung ermöglichen, als das mit GPS möglich ist. Eine Versuchsstrecke wurde damit bereits ausgerüstet.

Artikel veröffentlicht am ,
Fahrbahnmagnete zur Positionsbestimmung von Fahrzeugen
Fahrbahnmagnete zur Positionsbestimmung von Fahrzeugen (Bild: Volvo)

Wer schon einmal mit dem GPS-gestützten Navigationssystem unterwegs war, kennt das Problem: In tiefen Häuserschluchten oder Tunneln wird das System ungenau und kann nicht mehr genau feststellen, wo sich das Fahrzeug befindet. Bei autonom fahrenden Autos könnte das problematisch werden, auch wenn hier Kameras und Sensoren genutzt werden, um die Umgebung zu erkennen. Volvos Lösungsansatz sieht Magneten vor, die in die Fahrbahn eingelassen sind, beispielsweise dort, wo sich auch Fahrbahnmarkierungen befinden.

Stellenmarkt
  1. ABB AG, Ladenburg
  2. über duerenhoff GmbH, Raum München

Mit den Permanentmagneten und Magnetfeldsensoren am Fahrzeugboden sollen die Autos ihre Position auf der Straße präzise einhalten können - Volvo spricht gar davon, dass die Technik "unsichtbare Schienen" erzeuge, an denen sich die Fahrzeuge auch bei schlechtem Wetter oder widrigen Straßenverhältnissen orientieren können. Liegt Schnee oder Eis auf der Straße, spielt das für die im Test 4 x 5 cm großen und in 20 cm Tiefe vergrabenen Magneten keine Rolle.

Jonas Ekmark von Volvo spricht von einer Abweichung von unter zehn Zentimetern bei der Positionsbestimmung, die mit den Magneten möglich sei. "Eine exakte und verlässliche Positionierung auf der Straße ist für das autonome Fahren unverzichtbar", so Jonas Ekmark. "Es ist zwar möglich, selbst fahrende Autos einzuführen, ohne Änderungen an der Infrastruktur vorzunehmen, aber die neue Technik verschafft uns zusätzliche interessante Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise auch Fahrbahnmarkierungen mit Magneten ergänzen."

Die virtuellen Schienen sollen es unabhängig von autonom fahrenden Autos zum Beispiel ermöglichen, das Verlassen der Fahrbahn zu erkennen oder den Winterdienst präzise zu lenken, damit schneebedeckte Objekte nicht überfahren werden.

Die Versuche fanden bislang auf einer Strecke von 100 Metern auf einem Testgelände nahe Göteborg statt. Der nächste Schritt sind laut Volvo Tests im normalen Verkehr.

In Göteborg nimmt der Autohersteller an einen Pilotprogramm zum autonomen Fahren auf öffentlichen Straßen teil und hat dafür 100 Autos bereitgestellt. Das Projekt, das von der schwedischen Regierung unterstützt wird, heißt Drive Me. Das Projekt startet schon 2014, doch erst 2017 sollen die ersten Autos auf den Straßen der Stadt unterwegs sein. Die Fahrzeuge dürfen jedoch nicht überall, sondern nur auf ausgewählten Strecken mit insgesamt rund 50 Kilometern Länge unterwegs sein.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

selfdrivingcar 25. Mär 2014

Hallo zusammen, ich führe aktuell eine Umfrage zum Thema für meine Masterarbeit durch und...

Lemo 12. Mär 2014

Keine sinnvolle Idee: - Spezialfahrzeug für einen Anwendungsfall einer Firma -> erhält...

Eheran 12. Mär 2014

Die Ladetechnik - weil induktiv - sowie die Instandhaltung der ganzen Anlage? Was kostet...

quadronom 12. Mär 2014

Gabs schon bei den Digedags Comics von Hannes Hegen...

.02 Cents 12. Mär 2014

Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, wieso die "Feinnavigation" über GPS und GPS...


Folgen Sie uns
       


iOS 12 angesehen

Das neue iOS 12 bietet Nutzern die Möglichkeit, die Bildschirmzeit besser kontrollieren und einteilen zu können. Auch Siri könnte durch die Kurzbefehle interessanter als bisher werden.

iOS 12 angesehen Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /