Israelisches Startup entwickelt optisches Radar

Ebenso wie Quanergy sieht auch Continental sein Produkt derzeit als konkurrenzlos. "Es gibt viele, die daran arbeiten. Aber wir sind momentan die einzigen, die das wirklich als Produkt vorstellen, das auch funktioniert", sagte Stadlbauer und fügte hinzu: "Wir wollen in Zukunft natürlich Tausende, Millionen von Sensoren verkaufen. Und wir sind uns sicher, mit dieser Technologie zu einem bezahlbaren Preis in einen Massenmarkt zu gehen." Dazu sei Continental bereit, "unter die 1.000 Euro zu gehen".

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Bei einer Ausstattung von vier bis sechs Lidaren kämen dann aber immer noch mehrere Tausend Euro zusammen. Allerdings könnten sich auf Dauer die Preise ebenso reduzieren, wie dies bei der Entwicklung von Kameras und Radarsensoren der Fall gewesen ist. Werden autonome Fahrzeuge von kommerziellen Betreibern wie Taxidiensten eingesetzt, dürften die zusätzlichen Kosten ohnehin eher zu verschmerzen sein.

Sensorchip mit Millionen Nanoantennen

Es ist daher gut möglich, dass bei autonomen Autos künftig unterhalb der Außenspiegel ein Lidar zu finden ist. Ob es Materialwissenschaftlern gelingt, diese ebenso unauffällig wie Radar- und Ultraschallsensoren in die Karosserie zu integrieren, bleibt abzuwarten. Laut Quanergy kann der S3-Lidar "versteckt in die Karosserie jedes Fahrzeugs eingebaut werden und gewährleistet so ein Design und eine Aerodynamik frei von jeglichen Einschränkungen". Auf der CES zeigte das Unternehmen zudem einen Autoscheinwerfer des japanischen Herstellers Koito, in den ein S3 integriert war.

Neben den beiden genannten Techniken für Festkörper-Lidare entwickelt das israelische Startup Oryx noch eine weitere Variante: eine Art optisches Radar. Das Besondere daran: Die von einem Laser ausgesandten langwelligen Infrarotstrahlen im Mikrometer-Spektrum werden nicht als Lichtimpuls, sondern mit Nanoantennen als Welle rezipiert, wie IEEE Spectrum berichtete.

Osram und Velodyne kündigen Systeme an

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Am Ende von Oryx' Produktentwicklung könnte ein Sensorchip mit Millionen Nanoantennen und einer Auflösung von 100.000 Pixeln stehen. Dieser Lidar soll sogar in der Lage sein, über den Dopplereffekt direkt die Eigengeschwindigkeit der reflektierten Objekte bestimmen zu können. Weitere Vorteile: Die Auflösung soll auch auf größere Entfernung nicht abnehmen, der Sensor nicht durch direktes Sonnenlicht oder Nebel gestört werden. Zudem soll der Terahertz-Laser eine höhere Leistung ermöglichen, weil das menschliche Auge von dieser Frequenz nicht so geschädigt werden könne.

Die Entwicklung kostengünstiger und brauchbarer Festkörpersysteme scheint daher nur noch eine Frage der Zeit. Neben Continental und Quanergy hat auch Osram kürzlich zusammen mit Innoluce einen Vier-Kanal-Laser für den Einsatz in autonomen Autos präsentiert. Selbst Velodyne kündigte im vergangenen Monat ein "bahnbrechendes Konzept" für einen Festkörper-Lidar an. Welche der genannten Techniken sich letztlich durchsetzen wird, erscheint noch unklar. Es könnte aber durchaus sein, dass Elon Musk bald seine Entscheidung bereuen könnte, die autonomen Funktionen seiner Tesla-Autos ohne Lidar zu entwickeln.

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 Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
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