Abo
  • Services:

Autonomes Fahren: Kommerzielle Taxi-Linie in Tokio gestartet

Zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio sollen selbstfahrende Taxis die Besucher transportieren. An einer ersten kommerziellen Testlinie gibt es großes Interesse.

Artikel veröffentlicht am ,
Das autonome Taxi auf der Basis eines Toyota Estima Hybrid
Das autonome Taxi auf der Basis eines Toyota Estima Hybrid (Bild: Toru Hanai/Reuters)

Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in Tokio ist in der japanischen Hauptstadt eine erste kommerzielle Linie mit selbstfahrenden Taxis an den Start gegangen. Das japanische Startup ZMP und das Taxiunternehmen Hinomaru Kotsu wollten zunächst bis zum 8. September 2018 Fahrgäste auf einer 5,3 Kilometer langen Strecke befördern, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. ZMP hat dazu einen Toyota Estima Minivan mit den erforderlichen Sensoren und der Steuerungstechnik ausgestattet.

Stellenmarkt
  1. PROTAKT Projekte & Business Software AG, Bad Nauheim
  2. Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart

Tests mit selbstfahrenden Bussen oder Taxi-Diensten gibt es inzwischen in etlichen anderen Ländern wie Deutschland und den USA. Allerdings soll der Dienst in Tokio der erste sein, bei dem die Passagiere für die Testfahrten bezahlen müssen.

Passagiere begeistert

Die Passagiere können dem Bericht zufolge das Taxi mit Hilfe einer App öffnen und auch die Fahrtkosten in Höhe von umgerechnet 13 US-Dollar bezahlen. 1.500 Personen sollen sich bereits für den Dienst angemeldet haben. Vorläufig sollen noch ein Testfahrer und ein Assistent mit an Bord sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Zunächst solle das Fahrzeug vier Mal am Tag die Strecke zwischen den Bezirken Otemachi und Roppongi befahren. Einer der ersten Passagiere war dem Bericht zufolge begeistert: "Es war so eine normale Fahrt, dass ich beinahe vergessen habe, in einem selbstfahrenden Auto zu sitzen. Ich spüre die Entwicklung der Technik."

ZMP hat nach eigenen Angaben erstmals im Jahr 2014 die Technik für selbstfahrende Autos auf öffentlichen Straßen demonstriert. Herzstück des Systems ist die Softwareplattform IZAC, die nicht nur für autonome Autos genutzt werden kann. Deren Basispreis liegt derzeit bei 3,5 Millionen Yen, umgerechnet knapp 27.000 Euro. ZMP bezeichnet das System zudem als "Isaac". Diesen Namen trägt auch die im Juni 2018 von Nvidia vorgestellte Softwareplattform für autonome Systeme. ZMP entwickelte von Anfang an sein System auf der Basis von Nvidia-Grafikkarten.

Was am Testauto von ZMP auffällt: Anders als bei den autonomen Autos von Waymo, Uber oder General Motors (Cruise AV) befindet sich auf dem Dach keine auffällige Leiste, die mit Laserscannern und Kameras bestückt ist. Mehrere Sensoren sind beispielsweise an der Stoßstange und im Kühlergrill angebracht. Oberhalb der Heckklappe ist ebenfalls ein Laserscanner zu erkennen. Deutsche Autohersteller verzichten bislang ebenfalls auf einen überdimensionalen Dachaufbau.

Laut Kyodo sollen die autonomen Taxis dabei helfen, den Fahrermangel in Tokio auszugleichen und die gestiegene Nachfrage nach Taxis durch ausländische Touristen zu stillen. Im vergangenen März startete daher der japanische Autohersteller Nissan ebenfalls einen Test für selbstfahrende Autos. Nissan und sein Kooperationspartner Dena wollten demnach Anfang 2020 den gemeinsamen Dienst Easy Ride in vollem Umfang starten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 29,99€
  2. 229,99€ (zwei Stück für 359,98€)
  3. 149,99€
  4. (94,90€ + Versand und mit Sichtfenster für 109,90€ + Versand)

zuschauer 31. Aug 2018 / Themenstart

Na, dann viel Erfolg mit "Deiner" App! Japanische Adressen sind erheblich komplizierter...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

Yara Birkeland: Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
Yara Birkeland
Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem

Die Yara Birkeland wird das erste elektrisch angetriebene Schiff, das autonom fahren soll. Das ist aber nicht das einzige Ungewöhnliche daran. Diese Schiffe seien ein ganz neues Transportmittel, das nicht nur von den üblichen Akteuren eingesetzt werde, sagt ein Experte.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen
  2. Yara Birkeland Norwegische Werft baut den ersten autonomen E-Frachter
  3. SAVe Energy Rolls-Royce bringt Akku zur Elektrifizierung von Schiffen

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

    •  /