Autonomes Fahren: Kartendienst Here testet Clouddienste in Iowa

Der Kartendienst Here will in den USA eine Teststrecke für vernetztes und autonomes Fahren einrichten. Das Verkehrsministerium in Iowa wolle damit eine bessere Verkehrsüberwachung und -lenkung erreichen, vor allem für den Lkw-Verkehr, teilte das Unternehmen mit. Das betroffene Teilstück der I 380 zwischen Iowa City und Cedar Rapids ist etwa 30 Kilometer lang. Zum Einsatz kommen die Here-Dienste Open-Location-Plattform , Live-Maps, Real-Time-Traffic und Predictive-Traffic-Solutions.
Über die herstelleroffene Open-Location-Plattform können Fahrzeuge untereinander Daten austauschen. Die Fahrzeugdaten werden anonymisiert, verarbeitet und dann als Informationen über Verkehrsbedingungen, Gefahren auf der Strecke, Verkehrsschilder oder Parkmöglichkeiten an die Autos ausgegeben. "Das Projekt legt die Grundlage für die Zukunft von Transport und Mobilität in Iowa. Wie wollen damit die entscheidenden technischen und praktischen Herausforderungen des Einsatzes vernetzter und automatisierter Fahrzeuge unter realen Bedingungen angehen" , sagte Iowas Verkehrsminister Paul Trombino III. Mit Hilfe hochmoderner Technik solle ein effizienteres und sichereres Verkehrsnetz für intermodale Mobilität und verbesserte wirtschaftliche Entwicklungschancen geschaffen werden. Iowa sei als Industriestandort auf eine funktionsfähige Transportstruktur angewiesen.
Anders als die Teststrecke auf der Autobahn 9 in Deutschland sollen in Iowa jedoch keine zusätzlichen Geräte für die Kommunikation der Fahrzeuge mit der Infrastruktur aufgestellt werden. Demnach kommunizieren die Fahrzeuge, vor allem Lkw, über den Mobilfunk mit dem Backend von Here. Dort werden die Verkehrsdaten aggregiert, aufbereitet und je nach Bedarf zur Verkehrslenkung wieder an die beteiligten Fahrzeuge zurückgesendet.



