Abo
  • IT-Karriere:

Autonomes Fahren: Intel steigt bei Kartendienst Here ein

Der Chiphersteller Intel engagiert sich immer stärker beim autonomen Fahren. Nun will das Unternehmen zusammen mit dem Kartendienst Here eine "hochskalierbare Software-Architektur" entwickeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Here hat schon wieder einen neuen Investor.
Here hat schon wieder einen neuen Investor. (Bild: Here)

Der US-amerikanische Chiphersteller Intel steigt beim Kartendienst Here ein. Intel werde dazu einen Anteil von 15 Prozent übernehmen, teilten beide Firmen am 3. Januar 2017 mit. Here und Intel wollten ein Proof of Concept für eine "hochskalierbare Software-Architektur" entwickeln, hieß es weiter. Diese soll echtzeitnahe Aktualisierungen von hochauflösenden Karten für das hoch- und vollautomatisierte Fahren ermöglichen.

Stellenmarkt
  1. Impactory GmbH, Darmstadt (Home-Office)
  2. Stadtverwaltung Kaiserslautern, Kaiserslautern

Damit haben die deutschen Autohersteller Daimler, BMW und Audi innerhalb weniger Tage einen weiteren Investor für den im August 2015 erworbenen Kartendienst präsentiert. Erst Ende Dezember 2016 hatten sie mitgeteilt, dass sich drei chinesische Unternehmen mit zusammen zehn Prozent an dem Kartendienst beteiligen wollten. Wie viel Intel für den Anteil bezahlt, wurde nicht mitgeteilt. Die drei deutschen Hersteller hatten Here für 2,8 Milliarden Euro von Nokia gekauft.

Intel liefert Software statt Hardware

Mit dem Einstieg bei Here wird deutlich, dass Intel dem autonomen Fahren eine große Bedeutung für die Zukunft beimisst. Ende November hatte der Chiphersteller eine Kooperation mit den Autozulieferern Delphi und Mobileye bekanntgegeben. Anfang Juli 2016 hatten BMW, Mobileye und Intel bereits angekündigt, bis 2021 ein autonomes Auto auf die Straße zu bringen.

Zur Begründung sagte Intel-Chef Brian Krzanich nun: "Autos werden künftig zu den intelligentesten und am stärksten vernetzten Geräten auf der Welt gehören." Intel wolle mit Here und den Autoherstellern "eine wichtige technologische Grundlage für vernetzte Fahrzeuge der Zukunft" liefern. Here-CEO Edzard Overbeek sagte: "Als führender Chiphersteller wird Intel uns helfen, die Entwicklung einer einheitlichen, digitalen Plattform für echtzeitnahe ortsbasierte Technologie zu beschleunigen, die das Auto, die Cloud und weitere vernetzte Geräte umfasst." Allerdings wird nicht ganz klar, inwieweit Intels Kompetenz als Hardwarehersteller dabei gefragt ist.

Weitere Kooperationen möglich

Here will für das autonome Fahren hochauflösende Karten bereitstellen, die sich fast in Echtzeit aktualisieren lassen. Zudem sollten die Autos sich gegenseitig vor gefährlichen Verkehrssituationen wie Glatteis warnen. Intel soll demnach keine spezielle Hardware für solche Anwendungen entwickeln, wie beispielsweise Prozessoren für die Steuerungssysteme autonomer Autos. Die Software-Architektur solle gemeinsam mit Audi, BMW und Daimler getestet werden.

Intel und Here könnten der Mitteilung zufolge künftig noch auf weiteren Gebieten zusammenarbeiten. Dazu gehörten die Bereiche Cloud-Analytik, Internet der Dinge, maschinelles Lernen und Augmented Reality. Der Einstieg von Intel soll noch im ersten Quartal 2017 erfolgen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: NBBX570
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. 69,90€ (Bestpreis!)

bernd71 04. Jan 2017

Die Sensoren können nicht alles erfassen, z.B. bei zu geschneiten Straßen. Auch...


Folgen Sie uns
       


Sega Dreamcast (1999) - Golem retro

Am 9.9.1999 startete Segas letzte Konsole in ein kurzes, aber erfülltes Spieleleben.

Sega Dreamcast (1999) - Golem retro Video aufrufen
Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
Cyberangriffe
Attribution ist wie ein Indizienprozess

Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

Rabbids Coding angespielt: Hasenprogrammierung für Einsteiger
Rabbids Coding angespielt
Hasenprogrammierung für Einsteiger

Erst ein paar einfache Anweisungen, dann folgen Optimierungen: Mit dem kostenlos erhältlichen PC-Lernspiel Rabbids Coding von Ubisoft können Jugendliche und Erwachsene ein bisschen über Programmierung lernen und viel Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Transport Fever 2 angespielt Wachstum ist doch nicht alles
  2. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  3. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle

Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

    •  /