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Autonomes Fahren: Intel baut Prozessoren für Delphi und Mobileye

Bei der Entwicklung von Prozessoren für autonome Autos hängt Intel noch hinterher. Dennoch setzen Delphi und Mobileye vorerst auf den Core i7 für ihr selbstfahrendes System.

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Ein Delphi-Testauto für autonomes Fahren
Ein Delphi-Testauto für autonomes Fahren (Bild: Delphi)

Die Automobilzulieferer Delphi und Mobileye kooperieren bei der Entwicklung von Plattformen für selbstfahrende Autos mit dem Chiphersteller Intel. Zunächst wolle Intel den aktuellen Core-i7-Prozessor dafür bereitstellen, sagte eine Intel-Sprecherin nach Angaben der New York Times am Montag. In einigen Wochen solle ein schnellerer und bislang noch namenloser Chip dafür präsentiert werden.

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Die Zusammenarbeit zwischen Intel, Delphi und Mobileye erscheint konsequent. Anfang Juli 2016 hatten BMW, Mobileye und Intel angekündigt, bis 2021 ein autonomes Auto auf die Straße zu bringen. Ende August wiederum hatten Mobileye und Delphi ihre Kooperation bekanntgegeben. Sie wollen bereits in drei Jahren ein schlüsselfertiges System für selbstfahrende Autos auf den Markt bringen. Auf der IT-Messe CES im Januar in Las Vegas wollen sie das "Centralized Sensing Localization and Planning (CSLP)" genannte System erstmals vorführen. Die ersten Autohersteller könnten bereits Ende 2019 oder 2020 ein Serienfahrzeug auf Basis der Technik anbieten.

Intel soll für Massenmarkt produzieren

Laut Delphi-Vizepräsident Glen DeVos soll der Intel-Chip zunächst 20 Teraflops ausführen können. Eine spätere Version solle zwei- bis dreimal so schnell sein. Das aktuelle Hardwaremodul Drive PX 2 von Nvidia verfügt über eine Rechenleistung von acht Teraflops. Der im September präsentierte Xavier-Chip von Nvidia soll 20 Tera-Operationen pro Sekunde für Deep Learning (TOPS DL) erreichen. Dies entspricht ebenfalls acht Teraflops.

Die Wahl sei auf Intel gefallen, sagte DeVos weiter, weil das Unternehmen leistungsstärkere Prozessoren für Autos entwickeln und diese zu einem günstigen Preis produzieren wolle. "Es kommt vor allem auf die Massenproduktion an", sagte DeVos laut New York Times.

Billiger Festkörper-Lidar

Das aktuelle System, das auf der CES präsentiert werden soll, verwende noch elektromechanische Laserscanner (Lidar), die zu teuer für den Massenmarkt seien, sagte DeVos laut Reuters. Delphi kooperiert daher ebenso wie Mercedes, Hyundai und Nissan-Renault mit dem kalifornischen Startup Quanergy, das einen preiswerten Festkörper-Lidar entwickelt hat. Dieser Laserscanner S3 kommt ohne bewegliche Teile aus und kann dem Unternehmen zufolge in die Karosserie eines Fahrzeugs integriert werden.

Mit der bisherigen Technik könne sich das System mit einer Genauigkeit von zehn Zentimetern lokalisieren. Zudem sei es in der Lage, auf Straßen ohne Fahrbahnmarkierung zu navigieren. Laut Engadget.com soll das Testfahrzeug auf einer Strecke von zehn Kilometern seine Fähigkeiten vorführen, darunter eine Fahrt durch enge Innenstadtstraßen, bei der Fußgänger und Radfahrer erkannt würden. Das Auto soll in der Lage sein, selbstständig auf eine Autobahn aufzufahren.

Die ersten Anwendungen des selbstfahrenden System sieht Delphi allerdings nicht bei Privatfahrzeugen. Vermutlich würden diese zunächst für Busdienste an Flughäfen oder bei Taxi-Diensten eingesetzt, sagte DeVos. Zudem ist das Unternehmen auf der Suche nach weiteren Teststädten neben Singapur. Bis Ende des Jahres solle eine Stadt in den USA feststehen, in der vom kommenden Jahr an die Testflotte fahren solle. Zudem werde Ausschau nach einer Stadt in Europa gehalten.



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