Autonomes Fahren: Hessen testet fahrerloses Baustellen-Absicherungsfahrzeug
Sicheres Sicherungsfahrzeug ohne Fahrer: In Hessen soll künftig ein autonom fahrendes Fahrzeug hinter Wanderbaustellen herfahren und diese kennzeichnen. Das soll für mehr Sicherheit für die Arbeiter sorgen. Außerdem wollen die Initiatoren Erfahrungen mit fahrerlosem Fahren sammeln.
Auf den ersten Blick ist das fahrerlose Baustellenabsicherungsfahrzeug nicht von einem herkömmlichen zu unterscheiden: ein orangefarbener Lkw, der einen Anhänger mit einem Hinweisschild und orangefarbenen Blinklichtern zieht. Automatisiert fahrerlos fahrendes Absicherungsfahrzeug für Arbeitsstellen auf Autobahnen(öffnet im neuen Fenster) heißt das Fahrzeug in offizieller deutscher Amtslyrik, abgekürzt: Afas.
Der Lkw kann selbstständig lenken, beschleunigen und bremsen. Er ist mit Kameras und Radar ausgestattet, die die Fahrbahnmarkierung, Freiflächen und Objekte erkennen. Die Sensoren und Aktoren sind so weit wie möglich Serientechnik. Eine Software wertet die Sensordaten aus und sorgt dafür, dass das Fahrzeug rechts der weißen Linie auf dem Seitenstreifen bleibt und dem vorausfahrenden Baustellenfahrzeug folgt.

Beide Fahrzeuge kommunizieren per WLAN miteinander. Über diese Datenverbindung ist es möglich, den Betriebszustand des Absicherungsfahrzeugs auf einem Display im vorderen Lkw abzurufen und es fernzusteuern, etwa wenn eine Ausfahrt passiert wird. Dann schließt das Sicherungsfahrzeug auf das bemannte auf. Detektiert das autonome Fahrzeug eine Störung oder ein Hindernis, mit denen es nicht klarkommt, stoppt es automatisch.
Wanderbaustellen, etwa um am Fahrbahnrand zu mähen, sind ungemütliche Arbeitsplätze: Während das Personal auf dem Seitenstreifen beschäftigt ist, rasen die Autos an ihnen vorbei. Ein Absicherungsfahrzeug mit einer Hinweistafel macht die Fahrer auf die Baustelle aufmerksam. Doch oft genug kommt es zu Auffahrunfällen, bei denen die Insassen verletzt werden.
Um das zu verhindern, wurde in dem 2014 gestarteten Projekt deshalb ein Absicherungsfahrzeug entwickelt, das ohne Insassen unterwegs ist, die bei einem Auffahrunfall zu Schaden kommen könnten. Nach vier Jahren soll das Fahrzeug fertig sein. Es soll künftig auf Autobahnen in Hessen getestet werden.
- Anzeige Hier geht es zu Autonomes Fahren und die Zukunft der Mobilität bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



