Abo
  • Services:

Autonomes Fahren: Hände weg vom Lenkrad - der Lkw steuert selbst

Stundenlange Fahrten auf der Autobahn können ganz schön müde machen. Lkw-Hersteller wollen Fahrer auf langen Strecken entlasten: Auf der Autobahn steuert sich der Lastwagen selbst. Golem.de ist ins Fahrerhaus geklettert.

Artikel von veröffentlicht am
Actros mit Highway Pilot: Zusammenarbeit mit Pkw-Entwicklern
Actros mit Highway Pilot: Zusammenarbeit mit Pkw-Entwicklern (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Mitten auf der Autobahn nimmt Martin Zeilinger, Leiter Vorentwicklung bei der Lkw-Sparte von Daimler, die Hände vom Lenkrad und stellt die Füße neben die Pedale. "Wir sind jetzt im automatisierten Betrieb", sagt er, während sich der Lkw selbst steuert. Das macht der Highway Pilot, der erstaunlich nah an heute üblichen Seriensystemen ist.

Inhalt:
  1. Autonomes Fahren: Hände weg vom Lenkrad - der Lkw steuert selbst
  2. Pkw und Lkw unterscheiden sich
  3. Volvo fährt im Konvoi
  4. Assistiert oder autonom

Seit Anfang Oktober dürfen die Stuttgarter mit dem modifizierten Serien-Lkw auf der Autobahn fahren. Golem.de ist eingestiegen und hat sich auf der Autobahn erklären lassen, wie das System funktioniert und worin sich assistiertes Fahren im Lkw und Pkw unterscheidet.

Daimler darf automatisiert auf der Autobahn fahren

Kurz nachdem wir vom Rastplatz auf die Autobahn nahe Stuttgart aufgefahren sind, erschien in der Instrumentenanzeige der Schriftzug "Highway Pilot Available". Zeilinger hat einen kleinen Knopf auf dem Lenkrad gedrückt. Ein kleines blaues Autobahnsymbol leuchtet, und der Highway Pilot hat die Kontrolle über den Mercedes Benz Actros übernommen.

  • Der Mercedes Benz Actros mit Highway Pilot (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Highway Pilot basiert auf vorhandenen Assistenzsystemen und deren Sensorik wie einer Stereokamera hinter der Windschutzscheibe ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und Radar an der Front. Beides ist heute schon im Einsatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Neu hinzugekommen ist die Quersteuerung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der Mercedes Benz Actros mit Highway Pilot (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Der Unterschied zum Fahren mit Fahrer ist kaum zu merken. Nach wie vor fährt der Actros seine 85 km/h. Einzig das Lenkrad bewegt sich leicht hin und her - so hält das Auto die Mitte der Fahrspur. Das, sagt Zeilinger, sei das Neue: "Wir haben einen zusätzlichen elektrischen Eingriff in die Lenkung, ein Elektromotor, der angebaut ist. Über diese elektronische Schnittstelle können wir die Querregelung vom Fahrzeug übernehmen."

In der Längsregelung wird assistiert

Stellenmarkt
  1. Porsche AG, Zuffenhausen
  2. AMETRAS vision GmbH, Baienfurt bei Ravensburg

In der Längsregelung helfen dem Fahrer heute schon eine Reihe von Assistenzsystemen: Der Spurhalte-Assistent etwa hilft zu verhindern, dass das Fahrzeug unkontrolliert die Spur wechselt. Eine Stereokamera beobachtet die Straße und warnt, wenn das Fahrzeug die Fahrbahnmarkierung überfährt, ohne den Blinker gesetzt zu haben. Der Bremsassistent, Active Brake Assist (Aba), misst per Radar den Abstand zum vorhergehenden Fahrzeug und bremst im Notfall den Lkw. Viele Spediteure ordern Fahrzeuge mit diesen Systemen.

Der Tempomat sorgt für eine gleichmäßige Geschwindigkeit. Der Fahrer regelt die Geschwindigkeit auf 85 km/h, und der Lkw hält diese ein. Predictive Powertrain Control (PPC) heißt dieser vorausschauende Tempomat. Integriert sind digitale Landkarten, in denen Steigungen und Gefälle, Kurvenradien, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Kreisverkehre verzeichnet sind.

Das System beschleunigt prophylaktisch

In Kombination mit den Positionsdaten, die das Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) liefert, plant das PPC die Fahrt: Kommt etwa eine Steigung, beschleunigt es rechtzeitig, damit der Lkw auch bergauf die gewählte Geschwindigkeit beibehält.

Dann piepst es.

Pkw und Lkw unterscheiden sich 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,75€ + Versand
  2. 120,84€ + Versand
  3. bei Caseking kaufen
  4. 229,90€ + 5,99€ Versand

ipodtouch 30. Nov 2015

Auf welchen Autobahnen Bayerns bist du denn unterwegs, wo es keinen Standstreifen gibt...

Skorvamon 26. Nov 2015

Klar ergibt es Sinn. Müsste man halt nur mal drüber nachdenken. Tipp: Thema lesen und...

RvdtG 26. Nov 2015

Womit auch schon ein Lösungsansatz skizziert ist: LKW-Transport muss so viel teurer...

Garagoos 26. Nov 2015

Da Tachos vorgehen sind eingestellt 85/kmh max 82km/h real ..... Rasen würd ich das nicht...

sinibald 25. Nov 2015

Gott sei dank hast du diese Sachlage erkannt. Schick mal eine Email an Daimler&Co aber...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9370) - Fazit

Dells neues XPS 13 ist noch dünner als der Vorgänger. Der Nachteil: Es muss auf USB-A und einen SD-Kartenleser verzichtet werden. Auch das spiegelnde Display nervt uns im Test. Gut ist das Notebook trotzdem.

Dell XPS 13 (9370) - Fazit Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
    Datenverkauf bei Kommunen
    Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

    Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
    Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

    1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
    2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
    3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

    Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
    Datenschutz
    Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

    Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
    Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

    1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
    2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
    3. Facebook-Anhörung Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

      •  /