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Autonomes Fahren: Google steht angeblich vor Partnerschaft mit Fiat Chrysler

Für den Bau seiner selbstfahrenden Autos hat Google offenbar einen Partner gefunden. Weitere Berichte deuten an, dass die ambitionierten Pläne bald umgesetzt werden könnten.

Artikel veröffentlicht am ,
Google könnte seine autonomen Autos von Fiat Chrysler bauen lassen.
Google könnte seine autonomen Autos von Fiat Chrysler bauen lassen. (Bild: Elijah Nouvelage/Reuters)

Der Internetkonzern Google und der Automobilhersteller Fiat Chrysler wollen angeblich beim Bau autonomer Autos kooperieren. Das berichtet das US-Blog Autoextremist.com unter Berufung auf eine Quelle mit unmittelbarer Kenntnis über die laufenden Verhandlungen. Demnach hätten der Chef von Googles Autoabteilung, John Krafcik, und Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne kurz nach der CES im Januar die Gespräche aufgenommen. Seit drei Wochen liefen die "finalen Verhandlungen".

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Das Wall Street Journal berichtete ebenfalls über die Verhandlungen. Da Google selbst keine Autos bauen wolle, sei das Unternehmen seit Jahren auf der Suche nach einem Partner in der Automobilindustrie.

Fiat Chrysler auf der Suche nach Know-how

Die deutschen Hersteller wie Daimler, BMW und Volkswagen/Audi befürchten jedoch, durch eine Partnerschaft mit Google zu einer Art Zulieferer degradiert zu werden, der vom Know-how des IT-Konzerns abhängig ist. Aus diesem Grund hatten die Firmen im vergangenen Jahr den Kartendienst Here übernommen.

Solche Bedenken dürfte Fiat Chrysler nicht haben, im Gegenteil. Laut Autoextremist.com ist der Hersteller der technologisch rückständigste in der Branche. Marchionne kann daher an Know-how gelangen, das sein Unternehmen ohnehin nicht selbst aufbauen könnte. Google wiederum könnte die Fertigungskapazitäten und das Händlernetz von Fiat Chrysler nutzen. Zu dem Konzern gehören auch bekannte Marken wie Alfa Romeo, Ferrari, Lancia, Maserati, Dodge, Jeep, Ram Truck und SRT.

Googles Autogeschäft könnte selbstständig werden

Dem Bericht zufolge ist geplant, eine autonome Version des Chrysler Minivans Pacifica zu entwickeln, von dem 2017 ein neues Modell auf den Markt kommen soll. Zu den Gesprächen passt, dass Google in einem Vorort der Autostadt Detroit ein Technikzentrum bauen will. Der Blog spekuliert sogar darüber, dass Fiat Chrysler seine US-Sparte für einen Betrag von 12 bis 14 Milliarden Dollar komplett an Google verkaufen könnte. Marchionne habe sich in der Vergangenheit offen gezeigt, mit einem IT-Konzern wie Google oder Apple zu kooperieren, schreibt das Wall Street Journal.

Die Berufung Krafciks war bereits als Hinweis gesehen worden, dass Google sein Autogeschäft in eine eigenständige Firma ausgründen könnte. Krafcik war zuvor Ingenieur bei Ford gewesen und hatte das US-Geschäft des südkoreanischen Herstellers Hyundai geführt. Für eine Ausgliederung sprechen auch Äußerungen des Google-Managers Astro Teller, dem Chef der Google X Laboratories. Die selbstfahrenden Autos seien "kurz davor, von X befördert zu werden". Nach Ansicht von US-Medien bedeutet dies, dass mit dem Projekt in absehbarer Zeit Geld verdient werden soll und es nicht mehr als ein abseitiges Experiment betrachtet wird.

Google-Stadt als Testgelände

Ein weiterer Mosaikstein für die Umsetzung der Pläne könnte der Aufbau einer eigenen "Google-Stadt" sein. Wie das Wall Street Journal berichtet, könnte der Google-Ableger Sidewalk Labs in den USA einen smarten Stadtteil entwickeln, in dem die neueste Google-Technik zum Einsatz kommt. Ein entsprechender Vorschlag wird derzeit vorbereitet und könnte in Kürze präsentiert werden. Möglicherweise sind wirtschaftlich darbende Kommunen bereit, dem Unternehmen ein ausreichend großes Gebiet dafür zur Verfügung zu stellen.

In einem solchen Stadtteil könnte Google dann einfacher seine autonomen Autos unter realen Bedingungen testen. Anders als in Kalifornien, wo die Straßenverkehrsbehörde offenbar keine lenkradlosen Autos zulassen will, könnte Google auf einem solchen Gelände dann freie Hand für Tests gegeben werden. Sollten diese Tests erfolgreich verlaufen, könnte Google möglicherweise Widerstände gegen eine landesweite Zulassung schneller überwinden.



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mainframe 29. Apr 2016

Passt ! :-) Ich frag mich auch immer, warum Autos so schwer sein müssen.

edvaarveru 29. Apr 2016

ich persönlich habe nichts gegen Fiat und Crysler, ebenso nichts gegen alle anderen...

gadthrawn 29. Apr 2016

Selber Anbieter, selber Name - anderes Auto. http://www.chrysler.com/en/pacifica/ Minivan...


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