Abo
  • Services:

Autonomes Fahren: Forscher täuschen Straßenschilderkennung mit KFC-Schild

Statt Schnellgeschwindigkeit langsames Fahren und statt Fast Food eine Vollbremsung: Ein Forschungsprojekt beweist, dass autonome Fahrzeuge Verkehrsschilder schnell falsch interpretieren können. Dazu braucht es nur ein wenig Farbe oder Witterung.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein KFC-Schild zwingt das Auto nicht wegen Hunger zum Anhalten...
Ein KFC-Schild zwingt das Auto nicht wegen Hunger zum Anhalten... (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Forscher der Universitäten Princeton und Purdue haben in einer wissenschaftlichen Arbeit gezeigt, wie einfach Erkennungssysteme in autonomen Fahrzeugen überlistet werden können. Das Projekt nennen sie Deceiving Autonomous Cars with Toxic Signs (Darts) - also das Täuschen autonomer Fahrzeuge mit irreführenden Verkehrsschildern.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven
  2. Continental AG, Frankfurt am Main, Wolfsburg

Ein Angriff soll zu 90 Prozent erfolgreich sein, auch wenn den Entwicklern kein Einblick in den Quelltext des Algorithmus vorliegt. Im Verlauf des Projekts konnten sie sogar ein Filialenschild der Franchise-Kette Kentucky Fried Chicken nutzen, um es von der Bilderkennung als Stoppschild interpretieren zu lassen - solange es auf der Höhe eines Verkehrschildes hängt.

  • (Bild: Princeton University/Purdue University)
(Bild: Princeton University/Purdue University)

Ein Schild muss dazu lediglich nach einem bestimmten Muster verändert werden, um ein Erkennungssystem zu täuschen. Auf Projektbildern ist beispielsweise ein Tempolimit-Schild mit Farbe verändert worden. Ein Machine-Learning-Algorithmus erkennt dieses als Stoppschild. Ein anderes Schild wird so verändert, dass statt 120 mph nur 30 mph erkannt werden. Auch perspektivische Unterschiede und andere Blickwinkel können zu Fehlinterpretationen führen.

Eventuell tödliche Folgen für Fahrer und Passanten

Eine solche Veränderung kann auf der Straße natürlich auftreten, beispielsweise durch Witterungsbedingungen oder Vandalismus. Die Forscher haben jedoch auch eigene Schilder erstellt, die es so im Straßenverkehr nicht gibt. Der Grundgedanke bleibt aber: Es ist sehr einfach, eine aufkommende und oft beworbene Technik in Fahrzeugen wie die Erkennung von Schildern zu täuschen. Die Folgen können für den Fahrer oder Passanten tödlich sein, wenn etwa das eigene autonome Auto auf der Schnellstraße plötzlich mit einer Vollbremsung anhält.

Solche Arten der Täuschung durch leichte Veränderung des zu analysierenden Objektes haben Forscher auch im Bereich der Audiosignalerkennung erfolgreich umsetzen können. So können Sprachassistenten durch für Menschen kaum hörbare eingespeiste Fremdsignale manipuliert werden. Bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz sollten solche Angriffsvektoren also bedacht werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. ab 69,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.08.)
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. (-67%) 16,49€

elcaron 21. Feb 2018

Dann lies mal den aktuellen XKCD.

__destruct() 21. Feb 2018

https://xkcd.com/1958/

kilrathi 21. Feb 2018

Der, der das dahinterherlaufende Kind nicht totfahren will?

Anonymer Nutzer 21. Feb 2018

Die Probleme wird man immmer haben, ein Reifen eines Autos kann bei 140km/h platzen, das...

Bouncy 21. Feb 2018

Kleiner Schraubenschlüssel, 10 nächtliche Minuten und Chaos wäre perfekt. Man hätte das...


Folgen Sie uns
       


Android 9 - Test

Wir haben das neue Android 9 getestet.

Android 9 - Test Video aufrufen
IT-Jobs: Achtung! Agiler Coach gesucht?
IT-Jobs
Achtung! Agiler Coach gesucht?

Überall werden sie gesucht, um den digitalen Wandel voranzutreiben: agile Coaches. In den Jobbeschreibungen warten spannende Aufgaben, jedoch müssen Bewerber aufpassen, dass sie die richtigen Fragen stellen, wenn sie etwas bewegen möchten.
Von Marvin Engel

  1. Studitemps Einige Studierende verdienen in der IT unter Mindestlohn
  2. SAP-Berater Der coolste Job nach Tourismusmanager und Bierbrauer
  3. Digital Office Index 2018 Jeder zweite Beschäftigte sitzt am Computer

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /