Autonomes Fahren: Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel

Die Kooperation mit Waymo reicht Fiat Chrysler offenbar nicht aus. Der Autohersteller will nun zusätzlich zusammen mit BMW und Intel selbstfahrende Autos entwickeln.

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Selbstfahrender Chrysler Pacifica mit der Technik von Waymo
Selbstfahrender Chrysler Pacifica mit der Technik von Waymo (Bild: FCA)

Die Allianz wird größer: Der deutsche Autokonzern BMW und der US-Chiphersteller Intel wollen den italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat Chrysler an der Entwicklung autonomer Autos beteiligen. Das teilten Intel und BMW am Mittwoch in gleichlautenden Pressemitteilungen mit. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Die neue Intel-Firmentochter Mobileye, die die Kamerasysteme entwickelt, ist ebenfalls an der Kooperation beteiligt. Der Automobilzulieferer Delphi war im vergangenen Mai eingestiegen.

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Die Unternehmen wollen bis zum Jahr 2021 Systeme für das hoch- und vollautomatisierte sowie das autonome Fahren auf den Markt bringen. Bis Ende dieses Jahres sollen dazu 40 autonome Testfahrzeuge auf die Straße gebracht werden.

Fiat Chrysler baut schon Testwagen für Waymo

Die Bildung von Kooperationen ist bei der Entwicklung autonomer Autos inzwischen gang und gäbe. Autoindustrie, Chiphersteller wie Intel und Nvidia sowie IT-Konzerne wie Google oder Apple wollen damit die Entwicklungskosten senken und ihr Know-how gemeinsam nutzen.

Das Besondere in diesem Fall: Fiat-Chrysler vereinbarte bereits im Mai 2016 eine Kooperation mit Google. Beide Firmen wollten dazu ein gemeinsames Entwicklungszentrum in den USA nutzen, um den Bau von 100 Testfahrzeugen auf der Basis des Minivans Pacifica zu beschleunigen. Die Firmen behielten sich aber die Möglichkeit vor, mit anderen Partnern auf dem Gebiet des autonomen Fahrens zu kooperieren, hatte damals der Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtet.

Skalierbarkeit wichtig

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Nach Ansicht von Branchenexperten ist Fiat Chrysler auf solche Kooperationen angewiesen, weil das Unternehmen das technologisch rückständigste in der Branche sei. Firmenchef Sergio Marchionne könne daher an Know-how gelangen, das sein Unternehmen ohnehin nicht selbst aufbauen könnte, hieß es damals. Marchionne sagte nun anlässlich der Vereinbarung: "Die Kooperation wird es Fiat Chrysler ermöglichen, direkt von den Synergien und den wirtschaftlichen Skaleneffekten zu profitieren, die sich ergeben, wenn Firmen mit gemeinsamen Zielen und Visionen zusammenkommen."

BMW-Chef Harald Krüger und Intel-Chef Brian Krzanich verwiesen ebenfalls auf die Skalierbarkeit als einen wichtigen Erfolgsfaktor bei der Kooperation. Das heißt, je mehr Fahrzeuge die Technik nutzen, desto eher lassen sich die hohen Entwicklungskosten finanzieren. Die beteiligten Firmen forderten andere Autohersteller und Zulieferer auf, ebenfalls der Kooperation beizutreten. Entwickler erwarten derzeit, dass am Ende nur wenige Plattformen für autonomes Fahren übrig bleiben. Die Autohersteller stehen dann vor dem Problem, auf der Basis gemeinsamer Plattformen noch markenspezifische Unterschiede anzubieten.

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