Autonomes Fahren: Ex-Uber-Mitarbeiter fährt automatisiert quer durch die USA

Der Fahrer sitzt zwar auf seinem Platz im Auto, aber er kann die Hände in den Schoß legen. Das Auto fährt selbstständig von Kalifornien nach New York. Der umstrittene Ex-Uber-Mitarbeiter Anthony Levandowski hat damit die bisher längste Strecke in einem automatisiert fahrenden Fahrzeug zurückgelegt.

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Anthony Levandowski erreicht New York: "Es hätte auch funktioniert, wenn niemand im Auto gewesen wäre."
Anthony Levandowski erreicht New York: "Es hätte auch funktioniert, wenn niemand im Auto gewesen wäre." (Bild: Pronto.AI/Screenshot: Golem.de)

Autonom von West nach Ost: Anthony Levandowski hat sich von seinem Auto in vier Tagen von San Francisco nach New York fahren lassen. Für die Fahrt, die bereits Ende Oktober stattfand, hatte Levandowkis neues Unternehmen Pronto AI einen Toyota Prius umgerüstet. Levandowski hatte den Rechtsstreit zwischen Waymo und Uber ausgelöst.

Start war auf der Golden-Gate-Bridge, Ziel war die George-Washington-Bridge, die den US-Bundesstaat New Jersey mit Manhattan verbindet - das sind knapp 5.000 Kilometer. Levandowski saß bei der Fahrt auf dem Fahrersitz. Er habe aber weder Pedale noch Lenkrad bedient, sagte er der britischen Tageszeitung The Guardian. Ausnahmen waren die geplanten Stopps zum Tanken und Übernachten. "Es hätte auch funktioniert, wenn niemand im Auto gewesen wäre", sagte Levandowski.

Ein Zeitraffervideo, das Levandowski aufgenommen hat, zeigt die Fahrt aus der Ich-Perspektive und bestätigt offenbar seine Aussagen. Damit wäre es die bisher längste Fahrt mit einem automatisiert fahrenden Auto. Tesla hatte vor einiger Zeit eine solche Fahrt von der West- zur Ostküste angekündigt, das Projekt dann aber zuerst verschoben, dann ganz abgesagt.

Levandowski kennt sich mit der Thematik aus: Er war früh bei Googles Projekt zu selbstfahrenden Autos, noch bevor dieses in das Unternehmen Waymo ausgegliedert wurde. Anfang 2016 gründete er Otto, ein Unternehmen für autonom fahrende Lkw. Im Sommer jenes Jahres übernahm der Fahrdienst Uber Otto und Levandowski wurde Uber-Mitarbeiter.

2017 verklagte Waymo Uber wegen unrechtmäßiger Nutzung von Waymo-Technik. Der Prozess endete mit einem Vergleich: Uber verpflichtete sich, keine von Waymo entwickelte Technik zu verwenden. Waymo erhielt einen Anteil an Uber im Wert von rund 245 Millionen US-Dollar.

Levandowski weigerte sich auszusagen und wurde deshalb von Uber entlassen. Er hat inzwischen mit Pronto AI ein neues Unternehmen gegründet. Das hatte den Toyota für die Fahrt mit Kameras, digitalen Karten und Computern ausgestattet. Pronto AI entwickelt aber keine Technik für Pkw, sondern - wie Levandowskis erstes Unternehmen - für Lkw. Das System mit der Bezeichnung Copilot ist ein Assistenzsystem, das Lkw-Fahrern die Arbeit erleichtern soll.

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.02 Cents 20. Dez 2018

So lange es nicht mal für züge im fernverkehr autonomes fahren gibt,so lange gibt es das...

Anonymer Nutzer 20. Dez 2018

:-)

|=H 20. Dez 2018

Wäre auch für PKW Fahrer sehr angenehm, wenn das Auto auf allen Autobahnen autonom fahren...

Peter Brülls 20. Dez 2018

Hier ist eine Liste https://www.mit.edu/~jfc/right.html



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