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Autonomes Fahren: Erstmals Knöllchen für Robotaxis in Kalifornien möglich

Der US-Bundesstaat legt neue Regeln für autonomes Fahren fest. Künftig können Behörden Sperrzonen für Robotaxis einrichten.
/ Friedhelm Greis
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Kalifornien erlässt neue Regeln für den Betrieb autonomer Autos und Lkw. (Bild: John J. Kim/Chicago Tribune/Reuters)
Kalifornien erlässt neue Regeln für den Betrieb autonomer Autos und Lkw. Bild: John J. Kim/Chicago Tribune/Reuters

Die kalifornische Straßenverkehrsbehörde DMV (California Department of Motor Vehicles) hat neue Vorgaben für den zunehmenden Einsatz autonomer Fahrzeuge beschlossen. Die laut DMV "am weitesten reichenden Regelungen in den USA" sind das Ergebnis eines ausführlichen öffentlichen Anhörungs- und Prüfverfahrens(öffnet im neuen Fenster). Das hat die Behörde am 30. April 2026 mitgeteilt(öffnet im neuen Fenster). Künftig könnten auch schwere Lkw autonom auf kalifornischen Straßen unterwegs sein.

Zu den Neuerungen gehört zudem die Möglichkeit, dass Strafverfolger mögliche Verstöße gegen die Verkehrsregeln direkt mit den Herstellern klären können. Die Anbieter müssen ebenfalls innerhalb von 30 Sekunden auf Notrufe reagieren.

Was das Zusammenwirken mit Rettungskräften betrifft, so sollen die Hersteller ihre Pläne für die Zusammenarbeit mit Ersthelfern jährlich aktualisieren. Die Rettungskräfte sollen eine Möglichkeit erhalten, die Fahrzeuge manuell übernehmen zu können.

Darüber hinaus können Katastrophenschutzbehörden künftig Sperrzonen einrichten, um Robotaxis aus Notfallgebieten zu entfernen. Alle in der Sperrzone befindlichen autonomen Autos müssten diese dann innerhalb von zwei Minuten verlassen, während andere nicht hineinfahren dürften.

Standards für Telefahrer

Die DMV legte außerdem fest, dass Hersteller zunächst die Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrern testen müssen. Anschließend sollen sie fahrerlose Tests absolvieren, um eine kommerzielle Lizenz beantragen zu können. In jeder Phase müssen sie 50.000 Meilen (80.500 km) zurücklegen, bei Lkw 500.000 Meilen (805.000 km).

Vergleichbar mit der Fernlenk-Verordnung in Deutschland macht die DMV ebenfalls Vorgaben für den Fernbetrieb von Robotaxis. Darin legt sie Standards für das Personal fest, was auch die Schulung und Zulassung von Telefahrern betrifft.

Zu guter Letzt stellt die DMV höhere Anforderungen an die Datenerfassung der Robotaxis und verlangt mehr Angaben zu Systemausfällen, Fahrzeugstillständen und Vollbremsungen. Des Weiteren wird die Berichterstattung zu Unfällen erweitert.

In kalifornischen Städten wie San Francisco sind verschiedene Robotaxi-Anbieter wie Waymo aktiv. In der Vergangenheit kam es zu Unfällen oder Massenstopps aufgrund eines Stromausfalls.


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