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Autonomes Fahren: Drive.ai testet sprechende fahrerlose Taxis in Texas

Das kalifornische Unternehmen Drive.ai testet ab Sommer einen Fahrdienst mit fahrerlosen Kleinbussen. Das Besondere an den Fahrzeugen ist, dass sie mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren.

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Fahrerloser Kleinbus von Drive.ai: auffällig orange lackiert
Fahrerloser Kleinbus von Drive.ai: auffällig orange lackiert (Bild: Drive.ai)

Fahrerlos durch Frisco: Das US-Unternehmen Drive.ai hat ein Pilotprojekt mit fahrerlosen Autos in einem Vorort von Dallas im US-Bundesstaat Texas angekündigt. Der Dienst startet im Juli und ist zunächst auf ein halbes Jahr begrenzt.

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Die Fahrzeuge - auffällig orange lackierte Kleinbusse - werden auf festgelegten Routen durch ein Büroviertel von Frisco fahren. Passagiere buchen eine Fahrt über eine App auf dem Mobilgerät. Sie steigen an festgelegten Haltestellen ein. Die Idee ist, dass die etwa 10.000 in dem Viertel Beschäftigten die autonomen Kleinbusse für die Fahrt vom Parkplatz zum Arbeitsplatz oder in der Mittagspause zum Einkaufen oder Essen nutzen. Wird das Angebot im Testzeitraum gut genutzt, soll das per Geofencing abgegrenzte Gebiet erweitert und neue Haltestellen eingerichtet werden.

Die Kleinbusse sollen selbständig fahren. Anfangs wird jedoch ein Fahrer zur Sicherheit an Bord sein. Auch danach wird das Fahrzeug nicht ganz ohne menschliche Unterstützung bleiben: Operatoren werden den Betrieb von einem Kontrollzentrum aus überwachen. Wenn ein Auto in einer schwierigen Situation nicht mehr weiter weiß, kann es menschliche Hilfe anfordern. Der Operator kann ihm dann helfen oder es per Fernsteuerung aus der Situation herausmanövrieren.

Das Besondere an den Fahrzeugen ist, dass sie mit Fußgängern und anderen Autos kommunizieren: Dazu haben die Drive.ai-Autos vorne und hinten sowie an den Seiten Displays. Lässt das Auto etwa einen Fußgänger die Straße überqueren, teilt es ihm das mit - vergleichbar dem Fahrer, der einem Fußgänger mit einem Winken auffordert zu gehen. Auf dem Bildschirm auf der Rückseite wird der Fahrer im nachfolgenden Auto informiert, dass das Auto hält, weil ein Fußgänger die Straße überquert. Drängler können aufgefordert werden, mehr Abstand zu halten. Auf dem Bildschirm zum Bürgersteig kann das Fahrzeug einen Fahrgast namentlich ansprechen, damit er einsteigt.

Drive.ai ist eine Ausgründung des Labors für Künstliche Intelligenz der Universität von Stanford im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Unternehmen existiert seit 2015. Im vergangenen September ist es eine Partnerschaft mit dem Fahrdienst Lyft eingegangen, um Technik für autonomes Fahren in San Francisco zu testen.



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