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Freihändig über die A9: Verkehrsminister Dobrindt testet einen hochautomatisierten Audi A7.
Freihändig über die A9: Verkehrsminister Dobrindt testet einen hochautomatisierten Audi A7. (Bild: Audi AG)

Gefährliche Situationen erfordern private Teststrecken

In einigen Staaten könnte es mit einer Genehmigung aber sehr schnell gehen. So haben beispielsweise die USA, Japan oder China das Wiener Abkommen nicht unterschrieben. Etliche andere Länder haben es zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert, darunter Spanien und Großbritannien. Es ist daher gut möglich, dass Audi die geplanten Autobahn- oder Staupiloten zunächst nur in den USA anbietet. Dies könnte im Jahr 2017 der Fall sein, wenn der neue A8 auf den Markt kommen soll.

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In Kalifornien sind die Möglichkeiten für den Test autonomer Fahrzeugen aber nicht besser als in Deutschland. Der Eindruck, dass Google seine autonomen Autos dort problemlos testen dürfe, während die deutschen Hersteller hierzulande ins Hintertreffen gerieten, könnte falscher nicht sein. Zum einen ist es nicht so, dass die Google-Kugeln mutterseelenallein durch kalifornische Städte rollen dürfen. Auch dort muss im öffentlichen Straßenverkehr immer ein Techniker die Fahrzeuge überwachen und notfalls eingreifen. Zum anderen ist es auch in Deutschland kein Problem, auf diese Weise die Prototypen zu testen.

Daimler baut neue Teststrecke für autonome Autos

Ein weiterer falscher Eindruck: Die geplante Teststrecke auf der A9 sei wichtig und erforderlich für die Entwicklung und Tests der Fahrzeuge selbst. Das ist Unsinn. Die Hersteller können auf deutschen Autobahnen und anderen Straßen herumfahren, so viel sie wollen. BMW hat Testfahrten zeitweise über einen Radiosender verlost. Die A9 soll laut Verkehrsministerium lediglich dazu dienen, "zusätzliche Angebote der Kommunikation zwischen Straße und Fahrzeug wie auch von Fahrzeug zu Fahrzeug" zu testen. Diese neuen Verfahren zur Verkehrslenkung (Car-to-X, Car-to-Car) sind zum einen nicht auf autonome Autos beschränkt, zum anderen keine Voraussetzung für deren sicheren Betrieb.

Wirklich gefährliche Situationen lassen sich ohnehin nicht auf öffentlichen Straßen testen. Wie reagiert ein autonomes Auto bei Wildwechsel? Wie verhält es sich bei nasser und glatter Fahrbahn? Im Nebel? Für solche Tests brauchen die Entwickler ihre eigenen Gelände. Schließlich muss der Hersteller wissen, dass sein Wagen bei einem Kleintier auf der Straße keine Vollbremsung macht, hingegen eine Kollision mit einem Reh zu vermeiden versucht. Aus diesem Grund will beispielsweise Daimler seine neue Teststrecke im baden-württembergischen Immendingen für Versuche zum autonomen Fahren nutzen. Es sei dort möglich, Stadtverkehrssituationen, Kreuzungen sowie Berg- und Talfahrten zu simulieren und einen großen Teil der Testfahrten von öffentlichen Straßen auf das Gelände zu verlegen. Dies sei "von zentraler Bedeutung" für die neue Teststrecke. Die Initiative der Bundesregierung auf der A9 wird von den Herstellern eher als PR-Aktion belächelt.

Runder Tisch will Vorschläge präsentieren

Dennoch sind die Entwickler sehr froh darüber, dass die Politik das Thema autonomes Fahren auf ihre Agenda gesetzt hat. Geholfen hat dabei, dass die Vorstandschefs selbst die Bedeutung erkannt und Druck gemacht haben. Schon seit November 2013 gibt es einen Runden Tisch des Verkehrsministeriums, an dem unter anderem Verbände der Automobilhersteller (VDA, VDIK) und der Versicherungswirtschaft (GDV), der ADAC, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der Tüv-Verband, die Dekra und die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) sitzen. Zudem sind Forschungseinrichtungen wie das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), das Institut für Kraftfahrzeuge (IKA) der RWTH Aachen, die TU Darmstadt, die TU München und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) vertreten.

Einem Bericht des Handelsblatts zufolge will die Bundesregierung unmittelbar vor der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main erste Ergebnisse des Runden Tischs vorstellen. Angeblich gibt es einen Dissens in der Regierung zwischen Justiz- und Verkehrsministerium. Der Mensch müsse immer die Kontrolle über die Technik haben - es sei denn, sie ist erprobt und sicher bewährt, heiße es im Justizressort. Verlasse er sich auf das System, handle er im Zweifel fahrlässig - was die Gerichte zu klären hätten. Aufgrund des Streits habe es die Bundesregierung versäumt, zusammen mit Schweden und Belgien eine Änderung des Wiener Abkommens rechtzeitig zu beantragen.

 Autonomes Fahren: Die neue AutonomiebehördeHorrorszenarien als Beispiele wenig tauglich 

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kaib841 15. Sep 2015

Bei uns in Karlsruhe hat ein Rentner 2 Menschen überfahren und getötet (auf...

elf 15. Sep 2015

So schauts aus. Beim letzten Fahrzeugwechsel hätte ich mich ja noch mit einem Hybriden...

elf 15. Sep 2015

Der Wohlstand bleibt nur im Durchschnitt gleich. Tatsächlich wird sich dieser aber hin...

Geh Nie Tief 14. Sep 2015

Stimmt, Mercedes waren ja die gediegenen mit garantierter Vorfahrt.



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