Ein Fahrstil der reinen Vernunft

Nach Ansicht von Volkswagen wird es "noch viele Jahre dauern, bis solche Informationen sicher in Sekundenbruchteilen zur Verfügung stehen und in der Kalkulation, beispielsweise von Ausweichszenarien, berücksichtigt werden könnten". Bis dahin sei das Prinzip der Schadensminimierung bei der Programmierung von maschinellen Entscheidungen "vollkommen hinreichend", teilte das Unternehmen mit.

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Neben BMW und Volkswagen schließt auch Audi nicht aus, dass die Autos in Zukunft tatsächlich einmal solche "ethischen Entscheidungen" treffen könnten. "Im Allgemeinen setzt eine maschinelle Entscheidung das Vorhandensein von Sensorinformationen voraus. Eine solche Entscheidung bestimmt sich nach dem jeweils aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik", teilte Audi mit. Anders gesagt: Wenn es Wissenschaft und Technik erlauben, könnten die Autos möglicherweise so programmiert werden, dass sie eher einen Rentner als einen Schüler überfahren. Eine gruselige Vorstellung.

Menschen wollen lieber egoistische Autos

In diesem Sinne könnte die Ethik-Kommission die Frage beantworten, ob Autos in Zukunft überhaupt solche detaillierten Sensordaten erfassen und in maschinelle Entscheidungen einbeziehen sollen. Hinzu kommt: Die Menschen finden "ethische Autos" zwar prinzipiell gut, wollen im Zweifel aber lieber in einem Auto fahren, das vor allem seine Insassen schützt. "Die Leute wollen Autos, die sie selbst und ihre Mitfahrer um jeden Preis schützen. Sie finden es toll, wenn alle anderen ethische Autos fahren, aber sie wollen solch ein Auto ganz bestimmt nicht für ihre Familie", sagte der MIT-Professor Iyad Rahwan nach einer entsprechenden Umfrage. Derzeit sei kein einfacher Weg erkennbar, Algorithmen zu programmieren, die moralische Werte und persönliche Eigeninteressen miteinander verbinden könnten.

Die Hersteller dürften dabei nicht so verkehrt liegen, wenn sie ihren Autos beispielsweise den Kategorischen Imperativ Immanuel Kants einprogrammierten. Nach dem Motto: Fahre nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. Das heißt, möglichst defensiv und unter Beachtung aller Verkehrsregeln.

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Doch selbst das ist nicht so selbstverständlich, wie es klingt. So erlaubt Google seinen autonomen Autos in bestimmten Situationen eine überhöhte Geschwindigkeit, um sich dem Verkehrsfluss anzupassen. Langsamer zu fahren könnte eine Gefahr für die Insassen und die anderen Verkehrsteilnehmer darstellen. Vielleicht findet die Ethik-Kommission auch einen Ausweg aus diesem Dilemma.

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 Autonomes Fahren: Die Ethik der Vollbremsung
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Salzbretzel 04. Okt 2016

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picaschaf 30. Sep 2016

Ich erwähne nicht "einen" Q7, das war ein realer Fall.

Anonymer Nutzer 30. Sep 2016

Ja schon. Sie können mich dazu gerne was Fragen, alternativ wenden sie sich an den...

/mecki78 30. Sep 2016

Ich kann das nicht, aber hier geht es auch nicht darum was ich kann, sondern was mein...



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