Warum der ganze Hype?

Daher konnte Infineon-Chef Reinhard Ploss auf der CES ganz entspannt verkünden: "Ohne Infineon wird sich kein Fahrzeug autonom bewegen können." Ploss hat kein Problem damit, dass sein Unternehmen nicht die Hauptprozessoren liefert. Die vielen anderen Chips im Auto sollen auch künftig von Herstellern wie Infineon oder Qualcomm kommen.

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Warum also der ganze Hype um die Kooperationen? Wird BMW künftig mit "Intel inside" werben wollen? Und warum legen die deutschen Autohersteller Wert darauf, dass Intel sich auch am Kartendienst Here beteiligt? Dazu noch als Softwareentwickler? Zudem stellt sich die Frage, inwieweit Intel und Mobileye autonome Autos exklusiv zusammen mit BMW entwickeln können, während sie gleichzeitig mit Delphi an einer herstelleroffenen Plattform für das autonome Fahren arbeiten.

Autohersteller sind auf Cloud-Anbieter angewiesen

Eines ist klar: Chiphersteller wie Intel und Nvidia wollen sich den kommenden Massenmarkt mit autonomen und vernetzten Autos nicht entgehen lassen. Intel will dabei nicht nur die Hauptprozessoren entwickeln, sondern zielt auch auf die Infrastruktur für vernetztes Fahren: Das auf der CES vorgestellte 5G-Modem soll die Autos mit dem Mobilfunknetz verbinden, mit dem Einstieg beim Kartendienst Here soll eine skalierbare Softwarearchitektur für echtzeitbasierte hochpräzise Karten entwickelt werden.

Gerade was das Backend für vernetztes Fahren betrifft, kooperieren die Autohersteller schon seit längerem mit den einschlägigen Cloud-Anbietern. So stellt Amazon für BMW die Infrastruktur für ein Projekt zur Verfügung, das städtische Ampelphasen nahezu in Echtzeit im Auto anzeigen lässt. Dieser sogenannte Car-as-a-Sensor-Service (Carasso) nutzt dabei Amazon Simple Storage Service (Amazon S3), Amazon Simple Queue Service (Amazon SQS), Amazon DynamoDB, Amazon Relational Database Service (Amazon RDS) und AWS Elastic BeanStalk. Carasso lässt sich demnach innerhalb von 24 Stunden um das Hundertfache in beiden Richtungen skalieren. Bis 2018 soll Carasso Daten aus einer Flotte von 100.000 Fahrzeugen verarbeiten, die mehr als acht Milliarden Kilometer zurücklegen.

Microsoft will nicht mit Windows ins Auto

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Auch Microsoft möchte mit seinen Clouddiensten bei den Autokonzernen ankommen. Auf der CES zeigt der Softwarekonzern, wie die aktuelle Verkehrssituation und das Fußgängeraufkommen auf Basis der Cloud-Plattform Microsoft Azure anhand von Sensordaten analysiert werden können. Zudem präsentierte BMW hochautomatisierte Testfahrzeuge, die den Sprachassistenten Cortana integriert hatten.

Renault-Nissan kündigte auf der CES ebenfalls an, Cortana in seine vernetzten Fahrzeuge integrieren zu wollen. Schon im vergangenen September hatten die Firmen bekanntgegeben, die Microsoft-Azure-Plattform für autonome Autos zu nutzen.

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 Autonomes Fahren: Die Ära der KooperitisNachholbedarf bei IT-Sicherheit und Datenschutz 
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