• IT-Karriere:
  • Services:

Autonomes Fahren: Der größte Roboter ist ein 2,5 km langer Zug

Knapp 2,5 Kilometer lang sind die Erzzüge, die Eisenerz von den Minen im Westen Australiens zur Küste transportieren. Im vergangenen Sommer hat das Bergbauunternehmen Rio Tinto angefangen, sie auf automatisierten Betrieb umzustellen. Jetzt sind sie regulär im Einsatz.

Artikel veröffentlicht am ,
Erzzug im Bergbaugebiet Pilbara: ein Teil des Automatisierungsprogramms Autohaul
Erzzug im Bergbaugebiet Pilbara: ein Teil des Automatisierungsprogramms Autohaul (Bild: Rio Tinto)

Führerlos im australischen Outback: Das britisch-australische Bergbauunternehmen Rio Tinto setzt im Bundesstaat Western Australia automatisiert fahrende Züge ein, die Eisenerz von den Minen an die Küste bringen. Nach einer Testphase sind die Züge jetzt im regulären Betrieb unterwegs.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  2. FACKELMANN GmbH + Co. KG, Hersbruck bei Nürnberg

Rio Tinto baut Eisenerz in 16 Minen in der Region Pilbara im Bundesstaat Westaustralien ab. Das Erz wird von Zügen an die Küste transportiert, um es von vier Häfen aus zu verschiffen. Rio Tinto betreibt dafür ein rund 1.700 km langes Schienennetz.

Ein solcher Erzzug ist 2,4 km lang und transportiert 28.000 Tonnen Erz. Gezogen wird ein solcher Zug von drei Lokomotiven - in denen kein Lokführer mehr sitzt: Er fährt automatisiert. Der Zug achtet selbst darauf, dass die Strecke frei ist und dass alle Systeme einwandfrei funktionieren. Dazu gehört auch, Kupplungen und Räder zu kontrollieren und den Zug bei einer Störung anzuhalten. Überwacht werden die Züge von einem Kontrollzentrum in Perth, rund 1.500 km von Pilbara entfernt.

2012 hatte Rio Tinto angekündigt, die Züge zu automatisieren. 2014, so war damals der Plan, sollten sie im Einsatz sein. Es hat etwas länger gedauert: Im Mai 2018 erhielt das Unternehmen die Freigabe der zuständigen Behörden für einen Test des Systems. Im Juli startete der erste Zug. Bis Ende des Jahres waren die automatisierten Züge über eine Million Kilometer gefahren.

Die Automatisierung soll den Erztransport effizienter machen: Eine typische Strecke für einen Erzzug ist hin und zurück rund 800 km lang. Mit Be- und Entladen dauert eine Tour rund 40 Stunden. Bisher musste Rio Tinto seine Lokführer im Jahr 1,5 Millionen Kilometer zu ihrem Einsatz befördern. Das entfällt ebenso wie die Stopps der Züge für den Führerwechsel.

1,3 Milliarden australische Dollar, umgerechnet knapp 800 Millionen Euro, hat Rio Tinto in das Projekt investiert. Es ist nur ein Teil des Automatisierungsprogramms Autohaul: 2008 hat das Unternehmen erstmals einen robotischen Bohrer getestet. Zudem setzt das Unternehmen autonom fahrende Lkw ein, die das Eisenerz aus den Gruben zur Verladestation bringen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 29,99€
  2. (-58%) 16,99€
  3. (-80%) 9,99€
  4. 4,32€

Stepinsky 07. Jan 2019

??? Ziemlich wilde Interpretation. Da versucht sich jemand in Gedankenlesen :) Ich kann...

M.P. 04. Jan 2019

Es gibt durchaus Roboter, die sich autonom "umbauen" können, z. B. aus einem Magazin...

norbertgriese 03. Jan 2019

Ohne Fahrerkabine vorwärts und rückwärts gleich schnell - jegliche Wendemanöver...


Folgen Sie uns
       


Tolino Vision 5 HD und Epos 2 im Hands On

Tolino zeigt mit Vision 5 HD und Epos 2 zwei neue Oberklasse-E-Book-Reader. Der Epos 2 kann durch ein besonders dünnes Display begeistern.

Tolino Vision 5 HD und Epos 2 im Hands On Video aufrufen
Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Raptor 27 Razers erstes Display erscheint im November
  2. Gaming-Maus Razer macht die Viper kabellos
  3. Raion Razer verkauft neues Gamepad für Arcade-Spiele

Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

    •  /