Autonomes Fahren: Der Ford Mustang Mach-E kann freihändig gesteuert werden

Fords Elektroauto Mustang Mach-E bekommt ein Assistenzsystem, das eine Funktion bietet, die den Konkurrenten fehlt: die Hände in den Schoß zu legen.

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Fords Actice Drive Assist: Das Auto warnt vor Querverkehr
Fords Actice Drive Assist: Das Auto warnt vor Querverkehr (Bild: Ford)

Hände ans Lenkrad, so warnen die heute üblichen Assistenzsysteme für automatisiertes Fahren. Wird die Aufforderung nicht beachtet, endet die freihändige Fahrt meist mit einer Bremsung am Straßenrand. Der US-Hersteller Ford hat ein Assistenzsystem angekündigt, das freihändiges Fahren ermöglicht.

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Active Drive Assist heißt das System und ist laut Ford eine Weiterentwicklung des Abstandsregelungstempomaten. Es ermöglicht automatisiertes Fahren, ohne dass die Hände dafür am Lenkrad sein müssen. Das unterscheidet Fords System von anderen, die aktuell auf dem Markt sind wie etwa Teslas Autopilot. Zudem wirbt Ford damit, dass das System - anders als der Autopilot - vor Querverkehr warnt. Weil der einen querenden Lkw nicht erkannt hat, kam es vor einigen Jahren zu einem tödlichen Unfall mit einem Tesla.

Der Blick muss auf die Straße gerichtet sein

Ist das System aktiviert, kann sich die Person am Lenkrad gerade auf langen Strecken entspannen, beispielsweise etwas essen und trinken oder die Hände buchstäblich in den Schoß legen. Nur eines darf sie nicht: die Aufmerksamkeit nicht dem Verkehr widmen. Der Blick muss weiterhin auf die Straße gerichtet bleiben.

Autonomes Fahren der Stufe 3, die sogenannte bedingte Automation, bietet Active Drive Assist damit noch nicht: Ein wichtiges Merkmal davon ist, dass der Fahrer das Auto nicht dauernd überwachen muss. Ford installiert sogar eigens eine Infrarotkamera im Lenkrad, die das sicherstellen soll. Wird der Active Drive Assist oder der normale Spurhalteassistent aktiviert, überwacht die Kamera die Blickrichtung. Wendet die sich weg von der Fahrbahn, warnt das System.

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Er wird nur in den USA und Kanada zur Verfügung stehen - und auch dort nicht auf allen Straßen, sondern nur auf bestimmten Highways mit getrennten Fahrbahnen, die genau kartiert sind. Laut Ford sind das insgesamt 160.000 Kilometer Straße in allen 50 US-Bundesstaaten und in Kanada.

"Die Einführung des Active Drive Assist mit einer dem Fahrer zugewandten Kamera ist sehr sinnvoll, weil das Auto dabei hilft, den Stress und die Belastung beim Fahren zu verringern, aber trotzdem behalten Sie die volle Kontrolle über das Fahrzeug", sagte Hau Thai-Tang, Leiter der Produktentwicklung und des Einkaufs bei Ford. "Und wenn die Aufmerksamkeit auf die Straße verloren geht, warnt Active Drive Assist automatisch und bremst das Fahrzeug möglicherweise ab, bis Sie sich wieder darauf konzentrieren."

Active Drive Assist wird zur Sonderausstattung von Fords Elektroauto Mustang Mach-E gehören. Dafür benötigt das Fahrzeug das Active 2.0 Prep Package, zu dem beispielsweise die Innenraumkamera gehört.

Das System selbst soll erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres aktiviert werden - Ford hat bereits angekündigt, Updates für Fahrzeuge Over the Air auszuliefern. Bis dahin stehen nur die üblichen Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Tempomat oder Parkassistent zur Verfügung.

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interlingueX 21. Jun 2020

Macht eh keiner mehr auf der Autobahn. Spurwechsel ankündigen? Das ist ja sowas von...

Tom01 21. Jun 2020

Vielleicht war das kein V8.

AllDayPiano 20. Jun 2020

Warum überhaupt noch das verdammte Lenkrad? Drive by wire! Sicherheit bla bla hatten wir...

DasJupp 19. Jun 2020

.... das Hände anlegen kann man mit Cola Dosen umgehen und das Blickabwenden auch: www...

ulink 19. Jun 2020

Die Überschrift klingt gut, aber wenn man den Artikel zu Ende liest, bleiben nur noch ein...



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