Abo
  • Services:
Anzeige
Autonomes Fahrrad von Comodule: "Bauen wir doch einen Prototyp".
Autonomes Fahrrad von Comodule: "Bauen wir doch einen Prototyp". (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Autonomes Fahren: Das Fahrrad, das keinen Fahrer braucht

Autonomes Fahrrad von Comodule: "Bauen wir doch einen Prototyp".
Autonomes Fahrrad von Comodule: "Bauen wir doch einen Prototyp". (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ein fahrerloses Fahrrad ist ein Hingucker. Aber wozu ist es gut? Über die Frage lachen selbst die Erfinder. Ein paar gute Einsatzideen haben sie trotzdem schon.
Von Werner Pluta

Das Fahrrad fährt - allein, ohne jemanden, der in die Pedale tritt. Angetrieben wird es von einem Elektromotor in der Nabe des Hinterrades. Gesteuert wird es von Welix Klaas - in bester James-Bond-Manier - mit dem Smartphone. Schauplatz der Demonstration ist allerdings kein Parkhaus in Hamburg, sondern das Euref-Gelände in Berlin, direkt neben dem Gasometer Schöneberg.

Anzeige

Klaas ist einer der Gründer des Unternehmens Comodule. Das aus Estland stammende Startup mit Sitz in Berlin hat eine Technik entwickelt, um Fahrräder zu vernetzen. "Als wir das alles entwickelten, wurde uns klar, dass es von da nur ein paar Schritte bis zum autonomen Fahren sind", erzählt er. "Wir dachten uns: Warum bauen wir nicht einfach einen Prototyp?"

Das Fahrrad wird per Smartphone gesteuert

Klaas legt seinen Finger auf einen roten Punkt auf seinem Smartphone-Bildschirm und schiebt ihn langsam in Richtung des oberen Bildrandes. Daraufhin setzt sich das Rad in Bewegung. Gelenkt wird per Bewegungssteuerung: Neigt Klaas das Smartphone nach links oder nach rechts, drehen sich die Vorderräder in die jeweilige Richtung.

  • Welix Klaas von Comodule führt das autonome Fahrrad vor. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es basiert auf einem dreirädrigen Lastfahrrad ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... mit Elektromotor. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Comodule hat es mit selbst entwicklter Hardware ausgestattet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hardware steuert die Lenkung und den Antrieb. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Board soll E-Bikes vernetzen. Es enthält einen GPS-Sensor, Bluetooth und eine Sim-Karte. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Chip sammelt Daten, beispielsweise, wo die E-Bikes genutzt werden. Unternehmen können davon profitieren. (Foto: Comodule)
  • Für die Radler gibt es eine App, ... (Foto: Comodule)
  • ... die unter anderem auf einer Karte anzeigt,wie weit der Akku noch reicht. (Foto: Comodule)
  • Welix Klaas im Hauptquartier von Comodule in Berlin. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Welix Klaas von Comodule führt das autonome Fahrrad vor. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Dass das autonome Fahrrad dabei nicht umkippt, hat einen einfachen Grund: Es ist ein Dreirad, genauer gesagt ein Lastfahrrad Veleon, das von dem Berliner Unternehmen Adomeit Group entwickelt wurde; Comodule hat die E-Bike-Variante umgebaut.

Das Fahrrad folgt

Aber wozu ist ein autonomes Fahrrad nützlich? "Ehrlich gesagt: Wir wissen es auch nicht genau", sagt Klaas und lacht. "Wir wollen die Menschen anregen, sich Gedanken über verschiedene Einsatzmöglichkeiten zu machen." Allerdings, sagt er, hätten sie einige Ideen: Das Lastfahrrad kann einer Person folgen. Es eigne sich beispielsweise als Postfahrrad. Der Briefträger fährt mit dem Fahrrad zum Einsatzort. Er steigt ab und geht von Haus zu Haus, um die Post zu verteilen. Sein Fahrrad folgt ihm dabei, ohne dass er sich darum kümmern muss. Straßenkehrer könnten das Fahrrad ebenso nutzen.

Ein anderes Szenario könnten autonome E-Bikes sein, die als Leihfahrräder eingesetzt werden. Die Nutzer stellen sie - ähnlich wie ein Auto aus einem Carsharing-Programm - am Ende ihrer Fahrt ab. Nachts könnten die Räder dann autonom zur Ladestation fahren. Das müssen dann auch keine dreirädrigen Lastfahrräder sein: Verschiedene Entwickler arbeiten daran, dass normale zweirädrige Räder autonom fahren.

Allerdings ist das ein Blick in eine fernere Zukunft, das autonome Fahrrad lediglich ein Nebenprodukt der Technik, die Comodule entwickelt hat, um Fahrzeuge zu vernetzen.

Internet der Dinge für E-Bikes 

eye home zur Startseite
jonas.t 14. Sep 2015

Ferngesteuertes Fahrrad? Klingt oede? Jo, da faellt einem ploetzlich auf, dass der...

0xDEADC0DE 14. Sep 2015

Tolle Sache, wenn man am Ziel ankommt und feststellt, dass das autonome Rad unterwegs...

JürgenOfner 14. Sep 2015

Tja ... nur das Basis orientierte Rad Verleih überall floppen. Ist auch kein Wunder, sie...

werwurm 14. Sep 2015

Mit autonom fahren hat das nicht wirklich viel zu tun. Jetzt da sie die Bewegungen des...

FreiGeistler 12. Sep 2015

Ferngesteuertes Segway! Kommt dem Dingsda zumindest näher als ein Fahrrad.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MBDA Deutschland, Schrobenhausen
  2. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart, Stuttgart
  3. Bertrandt Services GmbH, Ulm
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 23,99€
  3. ab 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Counter-Strike Go

    Bei Abschuss Ransomware

  2. Hacking

    Microsoft beschlagnahmt Fancy-Bear-Infrastruktur

  3. Die Woche im Video

    Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole

  4. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  5. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  6. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  7. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  8. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  9. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  10. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test: 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test
240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  3. Gaming-Bildschirme Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

  1. Re: Peinlich

    Thiesi | 03:56

  2. Re: Unsere Steuergelder zur Generierung...

    ML82 | 03:26

  3. Re: Wer bisher nicht zufrieden mit Ue4 games war...

    marcelpape | 03:24

  4. Re: Monorail

    Ein Spieler | 03:20

  5. Re: Ergänzungen einer Nutzerin...

    Thiesi | 03:16


  1. 12:43

  2. 11:54

  3. 09:02

  4. 16:55

  5. 16:33

  6. 16:10

  7. 15:56

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel