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Autonomes Fahren: Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley

Im kommenden Jahr wollen Bosch und Daimler gemeinsam einen automatisierten Shuttle-Service im Silicon Valley anbieten. Die KI-Plattform für die autonomen Autos soll Nvidia liefern.

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Bosch und Daimler testen gemeinsam selbstfahrende Autos.
Bosch und Daimler testen gemeinsam selbstfahrende Autos. (Bild: Bosch)

Der Autohersteller Daimler und der Zulieferer Bosch wollen selbstfahrende Autos wieder verstärkt in Kalifornien testen. Nachdem beide deutsche Unternehmen ihre Tests in dem US-Bundesstaat im vergangenen Jahr deutlich reduziert hatten, planen sie nun den Einsatz vollautomatisierter und fahrerloser Testautos. Ein automatisierter Shuttle-Service mit neuen Testwagen solle im kommenden Jahr in einer noch nicht genannten Stadt im Silicon Valley zum Einsatz kommen, teilten beide Konzerne am Mittwoch gemeinsam mit.

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Daimler und Bosch hatten ihre Kooperation bei der Entwicklung selbstfahrender Autos im April 2017 angekündigt. Dabei setzen die beiden Firmen auf die Plattform Drive PX Pegasus vom Chiphersteller Nvidia, wie es in einer weiteren Mitteilung hieß. Nvidia und Bosch hatten bereits auf der CES 2017 ihre Kooperation bekanntgegeben. Daimler-Konkurrent BMW kooperiert bei der Entwicklung autonomener Autos mit dem Chiphersteller Intel und dem Zulieferer Delphi.

Gemeinsame Entwicklung von Algorithmen

Als Betreiber der Testflotte und des App-basierten Mobilitätsservices ist Daimler Mobility Services vorgesehen. Das Pilotprojekt solle unterschiedliche Mobilitätsdienste wie Car-Sharing, private Mitfahrgelegenheiten und multimodale Plattformen miteinander verbinden. Der Testbetrieb solle auch Aufschluss darüber geben, "wie sich vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge in ein multimodales Verkehrsnetz integrieren lassen".

  •  Bosch hat im April 2018 seinen neuen Forschungsstandort in Sunnyvalle eröffnet. (Bild: Bosch)
  • Bosch testet das autonome Fahren in den USA mit Elektroautos von Tesla. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In dem Wagen sind zusätzliche Laserscanner eingebaut. Er ist in Michigan angemeldet. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ein Testwagen für autonomes Fahren der früheren Generation (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die damalige Technik ist inzwischen auf Tablet-Größe geschrumpft. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Entwicklungs- und Forschungslabor von Mercedes in Sunnyvale (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nebenan befindet sich eine neue Halle für die Entwicklung autonomer Autos. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bosch hat im April 2018 seinen neuen Forschungsstandort in Sunnyvalle eröffnet. (Bild: Bosch)

Den Angaben zufolge entwickeln Mitarbeiter aus beiden Unternehmen gemeinsam die Konzepte und Algorithmen für das vollautomatisierte und fahrerlose Fahrsystem. Daimler stelle die Entwicklungsfahrzeuge, Prüfeinrichtungen und später die Fahrzeuge der Testflotte zur Verfügung. Bosch sei für die Komponenten wie Sensoren, Aktuatoren und Steuergeräte verantwortlich. Für die Erprobung nutzten die Firmen ihre Labore und Prüfstände sowie ihre jeweiligen Testgelände in Immendingen (Daimler) und Boxberg (Bosch).

Daimler bezog im Herbst 2016 in Sunnyvale ein neues Gebäude für die Entwicklung autonomer Autos. Bosch zog im April dieses Jahres von seinem Forschungsstandort in Palo Alto nach Sunnyvalle um.

Fahrerlose Testautos in Kalifornien erlaubt

Das kalifornische Silicon Valley gilt bislang als Hochburg des autonomen Fahrens, doch sind die Aktivitäten der meisten Fahrzeughersteller mit Ausnahme von Google und Cruise Automation dort derzeit nicht besonders groß. Zwar veröffentlichte die DMV Berichte von 20 Unternehmen, die 2017 über eine Testlizenz in Kalifornien verfügten. Jedoch legten die Testautos von Mercedes demnach im vergangenen Jahr nur rund 1.000 Meilen im autonomen Modus zurück. Bosch kam mit drei Testautos ebenfalls nur auf etwas weniger als 2.000 Meilen.

Allerdings hat Kalifornien im April 2018 die Tests von fahrerlosen Fahrzeugen erlaubt. Erforderlich ist nur ein Aufpasser aus der Ferne (Remote Operator): Dieser soll kontinuierlich die Funktionalität des Autos überwachen und in der Lage sein, mit den Passagieren zu kommunizieren, die Steuerung zu übernehmen und das Auto notfalls in einen sicheren Zustand zu überführen.



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