Abo
  • Services:

Autonomes Fahren: Daimler testet Autobahnpilot mit Serienmodell in Nevada

Die neue Mercedes-E-Klasse verfügt serienmäßig über die Hardware für vollautomatisiertes Fahren. Nun kann Daimler als weltweit erster Hersteller diese Funktionen in Nevada testen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die neue E-Klasse darf nun vollautomatisiert in Nevada über die Interstates fahren.
Die neue E-Klasse darf nun vollautomatisiert in Nevada über die Interstates fahren. (Bild: Daimler)

Der Autohersteller Daimler darf künftig vollautomatisierte Funktionen seiner E-Klasse-Modelle auch im US-Bundesstaat Nevada testen. Damit sei die E-Klasse das weltweit erste Serienfahrzeug, das eine entsprechende Lizenz in dem Bundesstaat erhalten habe, teilte das Unternehmen auf der Technikmesse CES mit. Um autonome Fahrfunktionen zu testen, hätten Erprobungsfahrzeuge bislang mit spezieller Hard- und Software ausgerüstet werden müssen, hieß es weiter. Dazu gehörten unter anderem zusätzliche Sensoren, eine modifizierte Lenkung und ein adaptiertes Stabilitätsprogramm ESP.

Stellenmarkt
  1. Klinikum Esslingen GmbH, Eßlingen
  2. BGV / Badische Versicherungen, Karlsruhe

Der Testbetrieb ist der Mitteilung zufolge auf allen Interstates und State Highways in Nevada erlaubt, nur beim Abbiegen sowie beim Auf- und Abfahren müssten die Fahrer noch selbst steuern. Auf Anfrage von Golem.de sagte Daimler-Sprecherin Katharina Becker, dass die serienmäßigen Funktionen der E-Klasse um einen sogenannten Autobahnpiloten erweitert worden seien. Die Überholfunktion sei jedoch nur auf baulich getrennten Fahrbahnen zulässig.

Hardware bereits serienmäßig eingebaut

Die Wagen verfügten dazu bereits serienmäßig über die erforderliche Hardware wie Sensoren, Aktoren und Steuerungseinheiten. Lediglich die Software habe dazu verändert werden müssen. Daimler bietet für die neue E-Klasse einen sogenannten aktiven Spurwechselassistenten an, der auf Autobahnen selbstständig die Spur wechseln kann, wenn der Fahrer den Blinker mehr als zwei Sekunden betätigt. Ein Autobahnpilot kann darüber hinaus selbstständig Überholvorgänge einleiten und die Fahrspur wechseln.

Nach Angaben Beckers wird zudem die sogenannte Freihanderkennung (Hands-off-Detection) deaktiviert, damit der Fahrer dauerhaft dem Auto das Lenken überlassen kann. Das Auto verfüge noch nicht über hochgenaues Kartenmaterial zur Navigation, allerdings seien die serienmäßig vorhandenen Karten präzisiert worden und würden intensiver genutzt. Das habe zu den Auflagen für die Testlizenz gehört. Anhand der Karten muss das Fahrzeug beispielsweise genau erkennen können, wann der Autobahnpilot wieder ausgeschaltet werden muss.

Späteres Update nicht ausgeschlossen

Doch das waren nicht die einzigen Vorgaben. Die autonomen Testfahrten im Alltagsbetrieb würden von speziell geschulten Testfahrern absolviert, teilte Daimler mit. Zusätzlich schreibe das Nevada Department of Motor Vehicles (NDMV) vor, dass sich bei Testfahrten ein Passagier hinter dem Steuer und ein zweiter Mitfahrer im Fahrzeug befinden müssten. Gekennzeichnet seien die Testfahrzeuge mit einem für autonomes Fahren reservierten, roten Nummernschild.

Daimler testet lautet Becker die vollautomatisierten Funktionen der E-Klasse bereits in Deutschland. Es gehe aber auch darum, das US-amerikanische Verkehrssystem zu erproben. Nevada hat laut Daimler bereits im Juni 2011 Regelungen für autonomes Fahren verabschiedet und gilt damit als Vorreiter. Straßennetz, Szenerie und Verkehrsaufkommen im Wüstenstaat repräsentieren gut die Verkehrssituation in den USA.

Bislang ist es rechtlich noch nicht erlaubt, solche vollautomatisierten Funktionen wie einen Autobahnpiloten zu nutzen. Zwar bietet der Elektroautohersteller Tesla eine solche Funktion für sein Modell S bereits an, doch muss der Fahrer jederzeit in der Lage sein, die Kontrolle über den Wagen zu übernehmen. Becker wollte nicht ausschließen, dass auch Besitzer der neuen E-Klasse künftig die Funktion über ein Softwareupdate nachladen können werden. Dazu müssten aber alle rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt sein.

Nachtrag vom 8. Januar 2016, 9:01 Uhr

Wir haben den Bericht dahingehend korrigiert, dass es sich um vollautomatisierte und nicht teilautomatisierte Funktionen handelt, die getestet werden sollen. Im vollautomatisierten Betrieb übernimmt das System laut Definition die Quer- und Längsführung in einem definierten Anwendungsfall. Dabei muss der Fahrer das System nicht überwachen. Das System ist in allen Situationen in der Lage, einen risikominimalen Zustand herbeizuführen. Reagiert der Fahrer beispielsweise nicht auf eine Übernahmeaufforderung, so bremst das Auto in den Stillstand herunter.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,95€
  2. (mindestens 16,15€ bezahlen und Vegas Pro 14 EDIT und Magix Video Sound Cleaning Lab erhalten)
  3. 3,99€

RoRobot 24. Feb 2016

Hallo, es handelt sich nicht um die Vollautomatisierung, sondern um die...

derdiedas 13. Jan 2016

USA Interstate = maximal 75mph (Meist 55 bis 65) also ganz ruhig bleiben

Kondom 08. Jan 2016

Mercedes will automatisierte Spurwechsel und Überholvorgänge testen, ohne das der Fahrer...


Folgen Sie uns
       


Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018)

Strihl präsentiert auf der Light + Building sein Wartungssystem für Straßenleuchten per Drohne.

Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018) Video aufrufen
Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  2. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung
  3. Hades Canyon Intel bringt NUC mit dedizierter GPU

    •  /