Autonomes Fahren: Comma One veröffentlicht Baupläne für Geohot-Nachrüstsatz

Wer sich immer schon mal ein selbstfahrendes Auto zusammenlöten wollte, findet nun im Netz einen kostenlosen Bauplan. George Hotz hat den Code für sein gescheitertes Projekt Comma One auf Github veröffentlicht.

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Bauteile aus dem Bausatz für das Comma One
Bauteile aus dem Bausatz für das Comma One (Bild: Comma One)

Man nehme einen 3D-Drucker, ein Oneplus 3, bestelle ein paar Bauteile im Netz und schon kann man einen Nachrüstsatz für ein teilautomatisiertes Auto zusammenlöten. Was als kommerzielles Projekt im vergangenen Monat gestoppt wurde, hat der Hacker George Hotz nun auf Github veröffentlicht. Dort finden sich Baupläne und Code für einen Nachrüstsatz, der aus einigen wenigen Automodellen teilautomatisierte Fahrzeuge machen soll.

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Hotz, auch bekannt als Hacker Geohot, wollte mit dem 1.000 US-Dollar teuren System Comma One eine einfache und günstige Möglichkeit bieten, bei bestehenden Fahrzeugen automatisierte Funktionen nachzurüsten. Ende Oktober 2016 kündigte er nach kritischen Nachfragen der US-Transportbehörde NHTSA jedoch an, das Produkt nicht auf den Markt zu bringen.

Eigenes OS für Oneplus 3

Stattdessen veröffentlichte sein Unternehmen nun den kompletten Code für die Software Open Pilot sowie die Baupläne für die erforderliche Hardware, das sogenannte Comma Neo. Die Anleitung enthält unter anderem die Dateien zum 3D-Druck der Halterung, zum Layout der Platinen und zur Bestellung der Bauteile.

Auf dem Smartphone Oneplus 3 muss dazu ein eigenes Betriebssystem (NeOS) auf Android-Basis installiert werden. Das sei möglich, weil sich bei dem Gerät der Bootloader entsperren lasse, sagte Hotz nach Angaben von The Verge am Mittwoch in San Francisco. Zudem seien der Prozessor (Snapdragon 820) und die Kamera leistungsstark genug, um die Comma.ai-Software zu unterstützen.

Keine Garantie für Funktionen

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Über einen USB-C-Anschluss ist das Smartphone mit der Neo-Platine verbunden. Diese wiederum verfügt über einen Mikrocontroller, der über einen JAE- oder OBDII-Stecker an die Fahrzeugelektronik angeschlossen ist. Auf diese Weise kann das System auf das Radar des Wagens sowie die Aktorik für Bremsen und Lenkung zugreifen. Allerdings werden derzeit nur der Acura ILX 2016 sowie der Honda Civic 2016 Touring Edition unterstützt. Insgesamt soll der Bausatz 700 Euro kosten.

Laut Hotz verfügt sein Bausatz über dieselben Funktionen wie die Version 7.0 von Teslas Autopilot. Dazu gehört unter anderem ein Abstandsregeltempomat mit Spurhalte- und Lenkassistent. Autofahrer sollten jedoch nicht auf die Idee kommen, mit dem Bausatz auf öffentlichen Straßen unterwegs zu sein. "Wir vertreiben die Software in der Alphaversion wirklich nur für Forschungszwecke. Wir geben keinerlei Garantie", sagte Hotz. Da sein Unternehmen die Bausätze nicht selbst vertreibe, müsse er sich auch nicht mit den Zulassungsbehörden herumärgern. Neben der NHTSA sei auch die kalifornische Straßenverkehrsbehörde DMV mehrfach bei ihm vorstellig geworden.

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