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Großbritannien testet autonome Autos in Milton Keynes.
Großbritannien testet autonome Autos in Milton Keynes. (Bild: Justin Tallis/AFP/Getty Images)

Autonomes Fahren: Briten verlieren Versicherungsschutz ohne Software-Update

Großbritannien testet autonome Autos in Milton Keynes.
Großbritannien testet autonome Autos in Milton Keynes. (Bild: Justin Tallis/AFP/Getty Images)

Die britische Regierung will die gesetzlichen Grundlagen für autonomes Fahren schaffen. Demnach können Fahrzeughalter den Schutz schnell verlieren.

Nach der Bundesregierung will nun auch die britische Regierung neue Gesetze für das autonome Fahren schaffen. Der Entwurf für das neue Fahrzeugtechnik- und Luftfahrt-Gesetz (Vehicle Technology and Aviation Bill) sieht vor, dass sowohl im autonomen als auch im normalen Modus ein Versicherungsschutz für Unfallopfer besteht. Ebenso wie Deutschland will auch Großbritannien mit der Gesetzgebung zu einem weltweit führenden Standort für die Nutzung autonomer Fahrzeuge werden, wie es in einer Mitteilung heißt.

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Das neue Gesetz soll sicherstellen, dass unschuldige Unfallopfer schnell und einfach entschädigt werden. Allerdings können die Fahrzeughalter den Versicherungsschutz verlieren. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Fahrzeugsoftware vom Halter selbst oder mit dessen Wissen auf unzulässige Weise verändert wurde. Der Schutz verfällt zudem, wenn verpflichtende Software-Updates nicht installiert wurden.

Keine Details zur Update-Pflicht

Bestimmte Verpflichtungen für die Funktionen autonomer Autos und deren Nutzung legt der Gesetzentwurf nicht fest. Im Gegensatz dazu will die Bundesregierung festschreiben lassen, dass autonome Funktionen jederzeit durch den Fahrer übersteuert und deaktiviert werden können. Zudem müssen deutsche Fahrer jederzeit darauf achten, dass die Systemgrenzen der Funktionen nicht überschritten werden.

Der britische Gesetzentwurf nennt keine Details zur Update-Pflicht. Diese könnte je nach Fahrzeugmodell stark variieren. Sollte der Hersteller aus Sicherheitsgründen auf ein Online-Update der Fahrzeugsteuerung verzichten, müssten die Halter die neue Version selbst manuell installieren oder eine Vertragswerkstatt aufsuchen. Ob Hersteller für verpflichtende Updates mit neuen Funktionen zusätzlich Geld verlangen dürfen, ist unklar. Dem Entwurf zufolge muss die Regierung permanent eine aktuelle Liste über automatisierte Fahrzeuge in Großbritannien führen.

Versicherungswirtschaft zufrieden

Die britische Versicherungswirtschaft begrüßte den Entwurf. Sie verspricht sich vom autonomen Fahren weniger Unfälle und hofft, dass das neue Gesetz zu einer schnellen Anwendung der "wirklich beeindruckenden Technik" führt.

Mit dem Gesetz will die britische Regierung zudem den Ausbau der Elektromobilität forcieren. So können Tankstellenbetreiber verpflichtet werden, Ladestationen für Elektroautos aufzustellen. Verkehrsminister John Hayes räumte ein, dass die Infrastruktur stärker ausgebaut werden müsse. Derzeit gebe es in Großbritannien nur 11.000 Ladestationen. "Wir sind entschlossen, alles zu tun, um Elektroautos für alle nutzbar zu machen", sagte Hayes.


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Ciwan Gouma 24. Feb 2017

Ein wenig kann ich die Aufregung in Hinblick auf Datenschutz und Kosten nachvollziehen...

Ciwan Gouma 24. Feb 2017

Es wird ein "update over the air" geben. Auch wenn das andere wichtige Punkte wie...

stq66 24. Feb 2017

Also zumindest in GB scheint der Gesetzgeber hier nicht aktiv zu werden. Und wie will...



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