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Autonomes Fahren: Bosch will 1.200 Softwareentwickler entlassen

Vor allem die Entwicklungsabteilung für autonomes Fahren soll vom Stellenabbau bei Bosch betroffen sein.

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Like a Bosch (Bild: Ethan Miller/Getty Images)

Während Branchenverbände immer wieder beklagen, dass in Deutschland nicht genügend qualifizierte IT-Fachkräfte zu finden sind, steht bei Bosch das Gegenteil ins Haus: ein umfassender Stellenabbau. Bosch will bis Ende 2026 rund 1.200 Stellen abbauen, den größten Teil davon in Deutschland. Der Konzern bestätigte das dem Handelsblatt.

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Betroffen ist dem Bericht zufolge die Abteilung Cross-Domain-Computing Solutions, in der unter anderem Technologie für selbstfahrende Autos entwickelt wird. Der Bereich wurde erst 2020 gegründet und bündelte damals 17.000 Beschäftigte, von denen fast die Hälfte für die Softwareentwicklung zuständig war.

Bosch hatte 2022 zusammen mit Mercedes die Zulassung für eine fahrerlose Parkfunktion erhalten. Das Unternehmen kooperierte außerdem mit Volkswagen.

"Eine schwache Wirtschaft und eine hohe Inflation, die unter anderem durch gestiegene Energie- und Rohstoffkosten verursacht wird, verlangsamen derzeit den Übergang", so das Unternehmen in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

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Auch weitere Zulieferer betroffen

Das Unternehmen befinde sich nun in Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern, um den Stellenabbau sozialverträglich umzusetzen. Die Mitarbeiter seien bereits informiert worden. In Deutschland sollen 950 Arbeitsplätze an den Standorten Abstatt, Hildesheim, Leonberg, Renningen und Schwieberdingen betroffen sein.

Der Betriebsrat von Bosch hatte im vergangenen Jahr vor einem drohenden Stellenabbau gewarnt. Bereits im Dezember vergangenen Jahres kündigte Bosch an, 1.500 Stellen streichen zu wollen.

Noch härter trifft es die Belegschaft eines weiteren Zulieferers für die Automobilindustrie. Bei ZF sollen bis 2030 bis zu 18.000 Arbeitsplätze und damit mehr als jede dritte Stelle wegfallen. Das will die Wirtschaftswoche aus Kreisen des Betriebsrates erfahren haben.