Autonomes Fahren: BMW testet 40 Autos mit neuer Intel-Plattform Go

BMW hat auf der CES Details seiner Kooperation mit Intel und Mobileye genannt. Andere Hersteller sollen die gemeinsam entwickelte Plattform ebenfalls nutzen können. Noch in diesem Jahr sollen Testfahrten beginnen.

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BMW präsentiert gemeinsam mit Intel und Mobileye die Innenraumstudie BMW i Inside Future.
BMW präsentiert gemeinsam mit Intel und Mobileye die Innenraumstudie BMW i Inside Future. (Bild: BMW)

Der Autohersteller BMW will noch in der zweiten Hälfte dieses Jahres rund 40 Testautos für autonomes Fahren in den USA und Europa auf die Straße schicken. Die 7er-BMW würden mit der neuesten verfügbaren Technik von Intel und Mobileye ausgestattet, teilten die drei Unternehmen bei einer Präsentation auf der Elektronikmesse CES am Mittwoch in Las Vegas mit. Die Firmen hatten im Juli 2016 ihre Zusammenarbeit bekanntgegeben. Am Dienstag hatte Intel zudem mitgeteilt, bei dem im vergangenen Jahr von BMW zusammen mit Daimler und Audi erworbenen Kartendienst Here einzusteigen.

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BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich bekräftigte auf der CES das Ziel, im Jahr 2021 ein autonomes Fahrzeug, den BMW iNext, auf den Markt zu bringen. Auf diesem Weg sei das Unternehmen bereit für neue Partner. Andere Autohersteller, Zulieferer oder IT-Firmen könnten an der Plattform mitarbeiten. In den kommenden Jahren sollen Hardwareproben und Softwareupdates veröffentlicht werden, hieß es in einer Pressemitteilung.

Hochleistungssimulation geplant

Intel-CEO Brian Krzanich sagte demnach: "In der Industrie sehen wir bereits, wie geteilte Entwicklungskosten und kombinierte Ressourcen zu Synergien und schnellerem Fortschritt bei der Entwicklung einer Plattform für das autonome Fahren führen." Vermutlich bezog er sich damit auf die parallele Kooperation seines Unternehmens mit dem Automobilzulieferer Delphi und Mobileye. Dazu wird auf der CES bereits ein Fahrzeug präsentiert, das autonom durch Las Vegas fährt.

BMW soll innerhalb der Partnerschaft unter anderem eine "High Performance Simulation" aufbauen. Beim autonomen Fahren sind umfangreiche Simulationen erforderlich, um den Testaufwand in Grenzen zu halten. Der Autohersteller will zudem die Prototypen bauen und die Skalierung der Plattform über entsprechende Partner übernehmen. BMW plant im Norden Münchens den Bau eines Entwicklungszentrums für autonomes Fahren.

Intel entwickelt Plattform für autonomes Fahren

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Intel soll für die autonomen BMW die Prozessoren im Fahrzeug sowie in der angeschlossenen Cloud beisteuern. Dazu entwickelt Intel die "skalierbare Entwicklungs- und Computing-Plattform" Go, die die Sensordatenfusion, Routenplanung und Entscheidungsfindung übernehmen soll. Im Rechenzentrum sollen Intels Xeon-Prozessoren, Arria 10 FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), SSDs und die Intel Nervana-Plattform für künstliche Intelligenz genutzt werden.

Von Mobileye stammt der EyeQ-5-Prozessor für die Bilderkennung. Das israelische Unternehmen soll außerdem die Software für die künstliche Intelligenz zur Fahrzeugsteuerung entwickeln.

BMW-Entwicklungschef Fröhlich enthüllte auf der CES zudem die Innenraumstudie BMW i Inside Future. Diese verfügt über ein sogenanntes HoloActive Touch, mit dem sich die Funktionen mit Handgesten über ein Hologramm steuern lassen.

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